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Rug Pull

Die Macher eines Kryptoprojekts ziehen das eingesammelte Geld ab und verschwinden. Die Warnzeichen kannst du vor dem Kauf öffentlich einsehen, wenn du weißt, wonach du suchst.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-09

Ein neues Projekt startet mit Webseite, Whitepaper und einer lebhaften Chatgruppe. Anleger tauschen echte Coins gegen den neuen Token. Irgendwann ziehen die Macher die hinterlegte Liquidität ab, und niemand kann den Token mehr verkaufen.

Manchmal geht es noch direkter. Der Vertrag enthält von Anfang an Funktionen, mit denen die Macher beliebig neue Token schaffen oder Verkäufe sperren können. Beim sogenannten Squid Game Token 2021 konnten die Käufer von Anfang an nicht verkaufen. Der Preis stieg in wenigen Tagen auf über 2.800 Dollar, dann verschwanden die Macher, und der Token war nichts mehr wert.

Die Prüfliste ist kurz und wirksam. Kennt man die Gründer mit Namen, und lässt sich das nachprüfen? Ist die Liquidität für längere Zeit gesperrt? Wie viele Token liegen in den größten Wallets? Hat jemand Unabhängiges den Vertrag geprüft?

Findest du auf eine dieser Fragen keine Antwort, ist das deine Antwort. Bei neuen Token muss dir niemand etwas offenlegen, und wer nichts offenlegt, hat dafür meistens einen Grund.

Zusammenfassung

  • Anonyme Gründer sind das stärkste einzelne Warnzeichen.
  • Prüfe Verwaltungsrechte im Vertrag und die Verteilung der Bestände.
  • Eine Sperre der Liquidität verschiebt das Risiko nur. Weg ist es damit nicht.

Hast du es verstanden?

Was passiert bei einem Rug Pull?

Die Macher ziehen die hinterlegte Liquidität ab, und niemand kann den Token mehr verkaufen.

Welche Vertragsmerkmale sind prüfbar?

Ob neue Token geschaffen werden können, ob jemand die Handelsregeln ändern oder Verkäufe sperren darf und wer Sonderrechte hat.

Was leistet ein Prüfbericht nicht?

Er sucht nach technischen Fehlern. Ob die Macher ehrlich sind, prüft er nicht.

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