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Lexikon

Jeder Fachbegriff in einem Satz, darunter die längere Erklärung. Zum Nachschlagen, wenn irgendwo ein Wort fällt, das niemand erklärt hat.

A

Abgeltungsteuer

Die deutsche Steuer auf Kapitalerträge, 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag.

Mit dem Abzug ist die Steuerschuld abgegolten, daher der Name. Bei inländischen Depots führt die Bank sie automatisch ab.

Abschreibung

Der Wertverlust von Maschinen, Gebäuden oder Software, verteilt über die Jahre der Nutzung.

Sie mindert den Gewinn, ohne dass in dem Jahr Geld abfließt. Deshalb weichen Gewinn und Geldfluss oft voneinander ab. Mehr dazu

Abzinsung

Das Umrechnen eines Betrags in der Zukunft auf seinen Wert heute.

1.000 € in zehn Jahren sind bei 8 Prozent heute nur rund 463 € wert. Je höher der Zins und je weiter weg, desto weniger. Mehr dazu

ADX

Ein Indikator, der misst, wie stark ein Trend ist, unabhängig von seiner Richtung.

Über 25 gilt ein Trend als ausgeprägt. Die Richtung zeigen die Begleitlinien +DI und −DI. Mehr dazu

Aktie

Ein Anteil an einer Firma. Wer eine Aktie hält, besitzt einen kleinen Teil des Unternehmens.

Aktionäre haben Anspruch auf einen Gewinnanteil und ein Stimmrecht. Im Insolvenzfall stehen sie hinter allen Gläubigern.

Aktienquote

Der Anteil deines Vermögens, der in Aktien steckt.

Sie ergibt sich sinnvollerweise aus der Summe deiner Ziele mit langem Zeithorizont, nicht aus einer allgemeinen Empfehlung.

Aktienrückkauf

Eine Firma kauft eigene Aktien an der Börse zurück.

Danach gehört jedem verbliebenen Aktionär ein etwas größeres Stück. Ob das klug ist, hängt vom Preis ab, zu dem gekauft wird. Mehr dazu

Aktiver Fonds

Ein Fonds, bei dem ein Management Wertpapiere auswählt, um den Markt zu schlagen.

Das kostet meist deutlich mehr als ein ETF. Über lange Zeit schafft nur eine Minderheit, ihren Vergleichsindex nach Kosten zu schlagen. Mehr dazu

Altcoin

Sammelbegriff für alle Kryptowährungen außer Bitcoin.

Anfangsmarge

Die Sicherheit, die du hinterlegen musst, um eine gehebelte Position zu eröffnen.

Danach gilt die niedrigere Wartungsmarge. Fällt dein Geld in der Position darunter, droht die Liquidation. Mehr dazu

Angemessenheitsprüfung

Die Fragen eines Brokers zu deinen Kenntnissen und Erfahrungen.

Sie schützt dich, indem riskante Produkte gesperrt oder mit Warnungen versehen werden. Falsche Angaben hebeln diesen Schutz aus. Mehr dazu

Ankereffekt

Eine zuerst genannte Zahl beeinflusst die eigene Schätzung, auch wenn sie nichts damit zu tun hat.

An der Börse wirkt oft der eigene Kaufpreis als Anker. Für die Frage, ob du eine Aktie heute noch willst, spielt er keine Rolle. Mehr dazu

Anlagehorizont

Der Zeitraum, bis du das angelegte Geld brauchst.

Er bestimmt die Anlageform, nicht umgekehrt. Unter drei Jahren gehört Geld nicht in schwankende Werte.

Anlageklasse

Eine Gruppe von Vermögenswerten mit ähnlichen Eigenschaften, etwa Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe.

Anlegerentschädigung

Ein Schutz für den seltenen Fall, dass Wertpapiere bei einem Broker durch Fehler oder Missbrauch fehlen.

In der EU deckt sie mindestens 20.000 € ab. Vor Kursverlusten schützt sie nicht. Mehr dazu

Anleihe

Ein Kredit, den du einem Staat oder Unternehmen gibst, gegen Zinsen und Rückzahlung am Laufzeitende.

Steigen die allgemeinen Zinsen, fällt der Kurs bestehender Anleihen, weil neue mehr bieten.

Arbitrage

Das Ausnutzen von Preisunterschieden für dasselbe Gut an verschiedenen Orten.

Echte Arbitragemöglichkeiten verschwinden in Sekunden, weil Programme sie sofort ausnutzen.

ATR

Average True Range, die durchschnittliche Tagesspanne eines Kurses in Euro.

Viele nutzen die ATR, um den Abstand für den Stop Loss und damit die Positionsgröße festzulegen. Mehr dazu

Ausbruch

Ein Kurs verlässt eine Spanne, in der er sich länger bewegt hat, etwa über einen Widerstand.

Viele Ausbrüche scheitern und fallen schnell zurück. Ohne vorher festgelegten Stop Loss wird das teuer. Mehr dazu

Ausfallrisiko

Die Gefahr, dass ein Schuldner Zinsen oder Rückzahlung nicht leisten kann.

Es bleibt bestehen, auch wenn du eine Anleihe bis zum Ende hältst. Dagegen hilft nur Streuung oder ein sehr solider Schuldner. Mehr dazu

Ausgabeaufschlag

Eine einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen, oft bis zu fünf Prozent.

Bei ETFs fällt er nicht an. Er muss zuerst wieder verdient werden, bevor überhaupt Rendite entsteht.

Ausschüttend

Ein Fonds, der seine Erträge regelmäßig auszahlt, statt sie wieder anzulegen.

Ausschüttungsgleiche Erträge

In Österreich die Erträge thesaurierender Fonds, die jährlich zu versteuern sind, obwohl kein Geld fließt.

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B

Backtesting

Das Testen einer Strategie an historischen Daten.

Fast jeder Backtest fällt zu optimistisch aus, weil Kosten unterschätzt und Regeln nachträglich angepasst werden.

BaFin

Die deutsche Finanzaufsicht, die Banken, Broker und Versicherer überwacht.

In ihrer öffentlichen Datenbank kannst du prüfen, ob ein Anbieter zugelassen ist. In Österreich übernimmt das die FMA, in Belgien die FSMA. Mehr dazu

Basisinformationsblatt

Ein kurzes Pflichtdokument mit den wichtigsten Angaben zu einem Anlageprodukt.

Es enthält Risikoeinstufung, Kosten und Szenarien und ist vor jedem Kauf verfügbar.

Basispreis

Der Preis, zu dem eine Option das Recht auf Kauf oder Verkauf einräumt.

Basiszins

In Deutschland der jährlich festgelegte Zinssatz zur Berechnung der Vorabpauschale.

Er wird jedes Jahr vom Bundesfinanzministerium bekannt gegeben.

Benchmark

Der Vergleichsmaßstab, an dem man das Ergebnis einer Anlage misst, meist ein Index.

Ein Fonds für europäische Aktien sollte sich mit einem europäischen Index messen lassen und nicht mit dem Tagesgeld. Mehr dazu

Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie zahlt eine Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst.

Deine Arbeitskraft ist für viele das größte Vermögen. Gesundheitsfragen beim Abschluss ehrlich beantworten, sonst zahlt sie im Ernstfall nicht. Mehr dazu

Besitztumseffekt

Was man besitzt, schätzt man höher ein als dasselbe Ding, das man nicht besitzt.

Deshalb fällt es schwer, eine eigene Aktie nüchtern zu bewerten. Die Frage, ob du sie heute neu kaufen würdest, hilft dagegen. Mehr dazu

Bestätigungsfehler

Die Neigung, nur Informationen wahrzunehmen, die die eigene Meinung stützen.

Er wirkt bei der Auswahl der Quellen, der Gewichtung der Belege und der Erinnerung gleichzeitig.

Bestätigungsvermerk

Das Urteil des Abschlussprüfers über den Jahresabschluss eines Unternehmens.

Er nennt auch die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte, also die Bereiche mit dem größten Fehlerrisiko.

Bilanz

Eine Aufstellung, was ein Unternehmen besitzt und wie es finanziert ist.

Vermögen gleich Schulden plus Eigenkapital. Beide Seiten sind immer gleich groß.

Bitcoin

Die erste und größte Kryptowährung, 2009 gestartet.

Blase

Eine Phase, in der Preise sich weit von jeder vernünftigen Grundlage entfernt haben.

Blasen beginnen fast immer mit etwas Echtem und platzen meist mechanisch durch Zwangsverkäufe kreditfinanzierter Positionen.

Blockchain

Ein gemeinsam geführtes Kassenbuch, in dem nichts nachträglich unbemerkt geändert werden kann.

Jeder Block enthält den Fingerabdruck des vorherigen. Sie garantiert Konsistenz, aber keine Wahrheit.

Blue Chip

Ein großes, etabliertes Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung.

Bollinger Bänder

Zwei Linien um einen gleitenden Durchschnitt, deren Abstand sich aus der Schwankungsbreite ergibt.

Börsengang

Der erste Verkauf von Aktien einer Firma an der Börse, auch IPO genannt.

Nur hier und bei Kapitalerhöhungen bekommt die Firma selbst Geld. Neue Aktien entwickeln sich im Schnitt oft schwächer als der Markt. Mehr dazu

Broker

Ein Anbieter, über den du Wertpapiere kaufst und verkaufst.

Bullenmarkt

Eine längere Phase steigender Kurse.

Bärenmarkt

Eine längere Phase fallender Kurse, üblicherweise ab zwanzig Prozent Rückgang vom letzten Hoch.

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C

Call

Eine Option, die das Recht gibt, etwas zu einem festen Preis zu kaufen.

Sie wird wertvoll, wenn der Kurs über den Basispreis steigt. Als Käufer kannst du höchstens die bezahlte Prämie verlieren. Mehr dazu

Cashflow

Der tatsächliche Geldfluss eines Unternehmens, im Gegensatz zum ausgewiesenen Gewinn.

Ein Ergebnis dauerhaft über dem operativen Cashflow ist ein etabliertes Warnzeichen.

CCI

Commodity Channel Index, zeigt den Abstand des Kurses von seinem Durchschnitt.

Werte über 100 oder unter −100 gelten als ungewöhnlich. Eine feste Grenze hat er nicht. Mehr dazu

CFD

Ein Vertrag auf die Kursdifferenz eines Werts, meist gehebelt und ohne Besitz des Werts.

Anbieter müssen angeben, welcher Anteil ihrer Privatkunden verliert. Diese Quoten liegen regelmäßig bei 70 bis 90 Prozent.

Chancen-Risiko-Verhältnis

Der mögliche Gewinn im Verhältnis zum möglichen Verlust eines Trades.

Die nötige Trefferquote für ein Nullergebnis ist eins geteilt durch eins plus das Verhältnis.

Chargeback

Die Rückbuchung einer Kartenzahlung über deine Bank, etwa wenn Ware nie ankommt.

Dafür gelten Fristen, oft rund 120 Tage. Melde den Fall früh bei deiner Bank und sammle Belege. Mehr dazu

Chartmuster

Wiederkehrende Formen im Kursverlauf wie Kopf-Schulter oder Dreiecke.

Sie lassen sich kaum eindeutig definieren. In zufälligen Kursreihen erkennen Betrachter dieselben Muster wie in echten.

Cold Wallet

Eine Wallet ohne Netzverbindung, etwa auf einem separaten Gerät oder auf Papier.

Contango

Wenn spätere Terminkontrakte teurer notieren als frühere.

Bei lagerfähigen Rohstoffen der Normalzustand. Jede Erneuerung der Position kostet dann Geld.

Copy Trading

Das automatische Übernehmen der Positionen anderer Nutzer.

Ranglisten sind durch Auswahl verzerrt, und gleichzeitige Ausführung verschlechtert deinen Preis.

Cross Margin

Ein Margin-Modus, bei dem das gesamte Kontoguthaben für eine Position haftet. Verzögert die Liquidation, kann im Verlustfall aber das ganze Konto betreffen.

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D

Daytrading

Positionen werden am selben Tag eröffnet und wieder geschlossen.

Die Kosten fallen bei jedem Trade an, und die Gegenseite sind meist Profis. Die große Mehrheit der Daytrader verliert über die Zeit Geld. Mehr dazu

DeFi

Finanzdienste über Programme auf einer Blockchain, ohne Bank dazwischen.

Bei jedem Ertragsversprechen gilt die Frage, wer den Ertrag tatsächlich erwirtschaftet.

Deflation

Ein allgemein sinkendes Preisniveau, also das Gegenteil von Inflation.

Delta

Bei Optionen die Reaktion des Preises auf eine Bewegung des Basiswerts.

Depot

Das Konto, in dem deine Wertpapiere verwahrt werden.

Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören dir auch dann, wenn der Broker insolvent wird.

Depotübertrag

Der Umzug deiner Wertpapiere zu einem anderen Broker, ohne sie zu verkaufen.

In Deutschland ist er für dich in der Regel kostenlos. Prüf trotzdem vorher, was dein Broker dafür verlangt. Mehr dazu

Derivat

Ein Finanzprodukt, dessen Wert sich von einem anderen Wert ableitet.

Dezentrale Börse

Ein Handelsplatz für Kryptowerte, der über Programme statt über ein Unternehmen läuft.

Discounted Cashflow

Eine Bewertung, die alle künftigen Zahlungen einer Firma auf heute abzinst und addiert.

Die Rechnung ist einfach, die Annahmen nicht. Schon kleine Änderungen bei Wachstum oder Zinssatz verändern das Ergebnis stark. Mehr dazu

Dispokredit

Ein Kreditrahmen auf dem Girokonto, mit dem du ins Minus gehen kannst.

Er ist bequem und meist sehr teuer, oft über zehn Prozent Zinsen im Jahr. Ein Dispo, der dauerhaft genutzt wird, gehört zuerst getilgt. Mehr dazu

Dispositionseffekt

Die Neigung, Verlustpositionen zu halten und Gewinnpositionen zu früh zu verkaufen.

Divergenz

Kurs und Indikator laufen auseinander, etwa ein neues Kurshoch ohne neues Indikatorhoch.

Eine Divergenz kann auf nachlassende Kraft hindeuten. Sie kann aber auch lange bestehen, ohne dass sich etwas dreht. Mehr dazu

Diversifikation

Die Verteilung auf viele verschiedene Anlagen, damit ein einzelner Ausfall kaum ins Gewicht fällt.

Sie wirkt nur, wenn die Bestandteile sich nicht gleich verhalten. Zehn Technologieaktien sind kaum Streuung.

Dividende

Der Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Aktionäre auszahlt.

Dividendenrendite

Die Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs, in Prozent.

Docht

Der dünne Strich über oder unter einer Kerze, der Hoch und Tief des Zeitraums zeigt.

Lange Dochte bedeuten, dass der Kurs weit gelaufen und wieder zurückgekommen ist. Mehr dazu

Donchian Kanal

Ein Kanal aus dem höchsten Hoch und dem tiefsten Tief der letzten Wochen.

Ein Schluss über der oberen Linie ist ein klassisches Signal der Trendfolge. Die meisten Ausbrüche scheitern trotzdem. Mehr dazu

Doppelbesteuerungsabkommen

Ein Vertrag zwischen zwei Staaten, der regelt, wer Erträge besteuern darf.

Er begrenzt, wie viel ausländische Quellensteuer auf die inländische Steuer angerechnet wird.

Doppeltop

Ein Chartmuster, bei dem ein Kurs zweimal an etwa demselben Hoch scheitert.

Es soll eine Wende nach unten ankündigen. Erst ein Bruch des Tiefs dazwischen gilt als Bestätigung. Mehr dazu

Drawdown

Der Rückgang vom höchsten bisher erreichten Stand bis zum tiefsten Punkt danach.

Der maximale Drawdown ist für Privatanleger das aussagekräftigste Risikomaß, weil er beschreibt, was man aushalten musste.

Duration

Ein Maß dafür, wie stark der Kurs einer Anleihe auf Zinsänderungen reagiert.

Eine modifizierte Duration von sieben bedeutet grob sieben Prozent Kursverlust je Prozentpunkt Renditeanstieg.

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E

EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, also der operative Gewinn.

EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Effektivzins

Der Zins, der alle Kosten eines Kredits pro Jahr zusammenfasst.

Nur mit dem Effektivzins lassen sich Kredite fair vergleichen. Der Nominalzins allein lässt Gebühren und Zahlungstermine weg. Mehr dazu

Eigenkapitalquote

Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtvermögen eines Unternehmens.

Eine hohe Quote bedeutet, dass die Firma schlechte Zeiten ohne Abhängigkeit von Kreditgebern übersteht.

Eigenkapitalrendite

Der Gewinn einer Firma im Verhältnis zu ihrem Eigenkapital.

Sie zeigt, wie viel die Firma aus dem Geld der Eigentümer macht. Viele Schulden können sie künstlich erhöhen. Mehr dazu

Einlagensicherung

Der gesetzliche Schutz von Bankguthaben, in der EU bis 100.000 Euro je Kunde und Institut.

Sie gilt für Guthaben, nicht für Wertpapiere. Mehrere Marken können zum selben Institut gehören.

Emittent

Wer ein Wertpapier ausgibt, also etwa das Unternehmen oder die Bank dahinter.

Entnahmeplan

Ein Plan, nach dem du aus einem Depot regelmäßig Geld entnimmst, etwa im Ruhestand.

Entscheidend ist die Entnahmerate. Zu hohe Entnahmen in einer schlechten Börsenphase können das Depot früh aufbrauchen. Mehr dazu

Ergebnisfehler

Eine Entscheidung nach ihrem Ausgang zu beurteilen statt danach, wie gut sie war.

Wo viel Zufall im Spiel ist, kann eine gute Entscheidung schlecht ausgehen und umgekehrt. Ein Tagebuch hilft, beides zu trennen. Mehr dazu

Erwartungswert

Was ein Trade im Durchschnitt bringt, wenn man ihn sehr oft wiederholt.

Trefferquote mal Durchschnittsgewinn minus Fehlerquote mal Durchschnittsverlust, jeweils nach Kosten.

ETF

Ein börsengehandelter Fonds, der einen ganzen Markt abbildet, statt Titel auszuwählen.

Er nimmt dir das Risiko einzelner Firmen ab, nicht das Risiko des Gesamtmarkts.

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F

Faktorprämie

Eine systematische Mehrrendite bestimmter Aktiengruppen, etwa nach Größe oder Bewertung.

Festgeld

Eine Geldanlage mit festem Zins und fester Laufzeit, ohne vorzeitigen Zugriff.

Fiatgeld

Geld, hinter dem kein Gold steht und das gilt, weil der Staat es festlegt und alle ihm vertrauen.

Euro und Dollar sind Fiatgeld. Ihr Wert hängt am Vertrauen und daran, wie stark die Geldmenge wächst. Mehr dazu

Fibonacci Rücklaufmarken

Linien bei 23,6, 38,2, 50 und 61,8 Prozent einer Kursbewegung.

Sie zeigen, wo ein Rücksetzer Halt finden könnte. Hinterher passt fast immer eine der Linien, vorher weiß man nicht welche. Mehr dazu

FIFO

First in, first out. Beim Verkauf gelten die zuerst gekauften Stücke als zuerst verkauft.

Die Methode bestimmt, welcher Einstandspreis für die Steuer herangezogen wird.

FOMO

Die Angst, etwas zu verpassen. Der häufigste Grund, zum schlechtesten Zeitpunkt zu kaufen.

Bis eine Bewegung Aufmerksamkeit erzeugt, ist sie meist schon gelaufen.

Fonds

Ein gemeinsamer Topf, in den viele Anleger einzahlen und der in Wertpapiere investiert.

Aktiv gemanagte Fonds versuchen den Markt zu schlagen und verlangen dafür deutlich höhere Gebühren als ETFs.

Free Cashflow

Das Geld, das nach laufendem Geschäft und Investitionen tatsächlich übrig bleibt.

Aus ihm werden Dividenden, Aktienrückkäufe und Tilgungen bezahlt. Er lässt sich schwerer schönrechnen als der Gewinn. Mehr dazu

Freigabeplan

Der Zeitplan, nach dem gesperrte Token von Gründern und frühen Geldgebern frei werden.

Jede Freigabe bringt neue Token auf den Markt. Das erzeugt planbaren Verkaufsdruck, egal wie sich das Projekt entwickelt. Mehr dazu

Freistellungsauftrag

Die Anweisung an deine Bank, den Sparerpauschbetrag zu berücksichtigen.

Ohne ihn wird trotz Freibetrag zunächst Steuer abgeführt, die du dir erst über die Steuererklärung zurückholst.

FTSE All World

Ein Aktienindex mit mehreren tausend Firmen aus Industrie und Schwellenländern.

Er ist etwas breiter als der MSCI World. Wichtiger als die Wahl zwischen beiden ist, überhaupt anzufangen und dabeizubleiben. Mehr dazu

FUD

Furcht, Unsicherheit, Zweifel. Meist als Vorwurf gegen Kritiker verwendet.

Der Begriff dient häufig dazu, berechtigte Einwände als böswillig abzutun.

Fundamentalanalyse

Die Bewertung eines Unternehmens anhand seiner Geschäftszahlen.

Funding Rate

Eine regelmäßige Ausgleichszahlung zwischen Long- und Short-Positionen bei Perpetuals, die deren Preis nahe am Preis des zugrunde liegenden Marktes hält.

Future

Ein standardisierter Vertrag über Kauf oder Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt.

Anders als bei Optionen sind beide Seiten verpflichtet. Gewinne und Verluste werden täglich verrechnet.

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G

Gamma

Bei Optionen die Änderungsrate des Delta.

Gas Fees

Die Gebühren für Transaktionen in einer Blockchain.

Gebühren

Alle Kosten, die deine Rendite mindern, sichtbare wie unsichtbare.

Laufende Kosten wirken auf das gesamte wachsende Vermögen und damit über lange Zeiträume am stärksten.

Geldmarktfonds

Ein Fonds, der in sehr kurzfristige, sichere Anlagen investiert.

Geldmenge

Wie viel Geld in einer Wirtschaft im Umlauf ist, als Bargeld und vor allem als Guthaben.

Der größte Teil entsteht, wenn Banken Kredite vergeben. Wächst die Geldmenge schneller als die Wirtschaft, steigen eher die Preise. Mehr dazu

Geometrisches Mittel

Die tatsächlich erzielte jährliche Wachstumsrate über einen Zeitraum.

Es liegt bei schwankenden Reihen immer unter dem einfachen Durchschnitt. Nur diese Zahl beschreibt dein Ergebnis.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Betrag, den ein Käufer über den Substanzwert eines übernommenen Unternehmens hinaus bezahlt hat.

Er steht in der Bilanz und muss regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft werden, was Ermessensspielraum eröffnet.

Geschäftsbericht

Der jährliche Rechenschaftsbericht eines Unternehmens.

Relevant sind Lagebericht, Risikobericht, Kapitalflussrechnung, Anhang und Bestätigungsvermerk, nicht die Bildstrecken vorne.

Gewerbsmäßiger Wertschriftenhandel

In der Schweiz die Einstufung, bei der private Kursgewinne doch steuerpflichtig werden.

Kurze Haltedauern, hohes Transaktionsvolumen, Derivate und Kreditfinanzierung sprechen dafür.

Gewinn je Aktie

Der Gewinn einer Firma geteilt durch die Zahl ihrer Aktien.

Er ist die Grundlage für das KGV. Steigt die Zahl der Aktien, etwa durch eine Kapitalerhöhung, sinkt er bei gleichem Gewinn. Mehr dazu

Gewinnrendite

Das umgedrehte KGV, also der Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs.

Ein KGV von 20 entspricht 5 Prozent Gewinnrendite. So lässt sich eine Aktie grob mit Zinsen vergleichen. Mehr dazu

Girokonto

Das Konto für den Alltag, auf dem Gehalt eingeht und von dem Miete und Einkäufe abgehen.

Zum Sparen taugt es nicht, weil es meist keine Zinsen bringt. Achte auf Kontoführungsgebühren und die Kosten für Karten. Mehr dazu

Gleitender Durchschnitt

Der Mittelwert der Kurse der letzten Perioden, laufend fortgeschrieben.

Er glättet den Verlauf und reagiert dafür verzögert, grob um die halbe Periodenlänge.

Grid-Bot

Ein Programm, das automatisch eine Leiter aus Kauf- und Verkaufsaufträgen über eine Preisspanne legt.

Funktioniert nur in Seitwärtsmärkten. Bricht der Kurs stark aus der Spanne aus, versagt die Strategie.

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H

Haftpflichtversicherung

Sie zahlt, wenn du anderen einen Schaden zufügst.

Weil solche Schäden dich ruinieren können, gehört sie zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt, und sie kostet meist wenig. Mehr dazu

Halving

Bei Bitcoin die planmäßige Halbierung der Belohnung für neue Blöcke.

Handelsplan

Deine schriftlich festgehaltenen Regeln für Anlage und Handel.

Sein Wert liegt darin, dass die Entscheidung in Ruhe getroffen wurde und nicht im Moment der Belastung.

Handelsplatz

Der Ort, an dem eine Order ausgeführt wird, etwa eine Börse oder ein außerbörslicher Partner.

Spread und Gebühren unterscheiden sich je nach Handelsplatz. Bei wenig gehandelten Werten lohnt der Vergleich besonders. Mehr dazu

Hardware-Wallet

Ein separates Gerät, das den privaten Schlüssel niemals verlässt.

Hashwert

Ein digitaler Fingerabdruck fester Länge, der aus beliebigen Daten berechnet wird.

Ändert sich ein einziges Zeichen, entsteht ein völlig anderer Wert. Darauf beruht, dass alte Einträge in einer Blockchain nicht unbemerkt geändert werden können. Mehr dazu

Hauptversammlung

Die jährliche Versammlung der Aktionäre einer Aktiengesellschaft.

Dort wird über Dividende, Vorstand und wichtige Änderungen abgestimmt. Jede Aktie gibt dir dabei eine Stimme. Mehr dazu

Hebel

Handel mit geliehenem Geld. Gewinne und Verluste vervielfachen sich im gleichen Maß.

Hundert geteilt durch den Hebel ergibt die Kursbewegung, die den gesamten Einsatz vernichtet.

Hedging

Die Absicherung einer Position gegen ungünstige Preisbewegungen.

Absicherung ist eine Versicherung mit Prämie und senkt dauerhaft die erwartete Rendite.

Herdentrieb

Die Neigung, das zu tun, was viele andere gerade tun.

Er treibt Blasen nach oben und Crashs nach unten. Was alle kaufen, ist meist nicht mehr günstig. Mehr dazu

HODL

Szenebegriff für langfristiges Halten, entstanden aus einem Tippfehler.

Hot Wallet

Eine Wallet mit Netzverbindung, bequem und dadurch angreifbarer.

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I

Ichimoku

Ein japanisches Chartsystem mit fünf Linien und einer Wolke, das Trend und Unterstützung in einem Bild zeigt.

Liegt der Kurs über der Wolke, gilt der Trend als aufwärts. In Seitwärtsphasen liefert das System viele späte Signale. Mehr dazu

Impermanent Loss

Der Wertverlust gegenüber einfachem Halten, wenn man Liquidität in einem Pool bereitstellt.

Der Name ist irreführend. Dauerhaft ist der Verlust, sobald die Kurse nicht zum Ausgangsverhältnis zurückkehren.

Implizite Volatilität

Die Schwankungserwartung, die im Preis einer Option steckt.

Sie ist die eigentliche Handelsgröße am Optionsmarkt. Fällt sie, kann eine Option trotz richtiger Richtung verlieren.

Index

Eine Kennzahl, die die Entwicklung eines Marktes oder Marktausschnitts abbildet.

Indikator

Eine Rechnung aus Kursen oder Volumen, die im Chart als Linie oder Wert erscheint.

Indikatoren beschreiben, was passiert ist. Sie sagen nicht voraus, was als Nächstes kommt. Mehr dazu

Inflation

Der laufende Kaufkraftverlust des Geldes.

Siebzig geteilt durch die Inflationsrate ergibt grob die Jahre bis zur Halbierung der Kaufkraft.

Innerer Wert

Bei Optionen der sofort realisierbare Betrag, unabhängig von der Restlaufzeit.

Insiderhandel

Handel mit Wertpapieren auf Grundlage von nicht öffentlichen Informationen.

Er ist verboten und wird verfolgt. Auch ein Tipp aus dem Bekanntenkreis kann darunter fallen. Mehr dazu

ISIN

Die internationale zwölfstellige Kennnummer eines Wertpapiers.

Sie ist eindeutig und der zuverlässigste Weg, ein bestimmtes Papier zu identifizieren.

Isolated Margin

Ein Margin-Modus, bei dem nur die einer Position zugewiesene Marge haftet. Begrenzt den Verlust, führt aber zu einer früheren Liquidation als Cross Margin.

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K

Kapitalerhöhung

Die Ausgabe neuer Aktien durch ein Unternehmen, um Geld einzusammeln.

Bestehende Anteile werden dadurch verwässert, sofern man nicht mitzieht.

Kapitalflussrechnung

Die Aufstellung der tatsächlichen Geldflüsse eines Unternehmens.

Sie bietet weniger Gestaltungsspielraum als die Gewinnrechnung und ist deshalb aufschlussreicher.

Kaufkraft

Was du dir für einen bestimmten Geldbetrag tatsächlich kaufen kannst.

Steigen die Preise, sinkt die Kaufkraft, auch wenn die Zahl auf dem Konto gleich bleibt. Deshalb zählt die Rendite nach Inflation. Mehr dazu

KBV

Kurs-Buchwert-Verhältnis. Der Kurs geteilt durch das bilanzielle Eigenkapital je Aktie.

Aussagekräftig bei substanzstarken Firmen, wenig aussagekräftig bei Software- oder Markenunternehmen.

Kelly Kriterium

Eine Formel für den Anteil des Kontos pro Trade, der das langfristige Wachstum maximiert.

Weil niemand Trefferquote und Gewinnverhältnis genau kennt, nutzen Profis meist nur einen Bruchteil davon. Mehr dazu

Keltner Kanal

Bänder im Abstand der ATR um einen exponentiellen Durchschnitt.

Sie verlaufen ruhiger als Bollinger Bänder und werden oft genutzt, um Ausbrüche zu erkennen. Mehr dazu

Kerze

Die Darstellung eines Zeitraums im Chart mit Eröffnung, Schluss, Hoch und Tief.

Der dicke Körper zeigt Anfang und Ende, die dünnen Dochte die Extreme. In welcher Reihenfolge das geschah, verrät sie nicht. Mehr dazu

KESt

Die österreichische Kapitalertragsteuer, 27,5 Prozent auf Wertpapiererträge.

Es gibt keinen Freibetrag und keine Spekulationsfrist.

KGV

Kurs-Gewinn-Verhältnis. Der Kurs geteilt durch den Gewinn je Aktie.

Ein hohes KGV drückt Wachstumserwartungen aus. Es bewertet nicht, es fasst Erwartungen zusammen.

Knock-out

Ein Hebelprodukt, das wertlos verfällt, sobald eine bestimmte Kursschwelle berührt wird.

Konjunktur

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Auf und Ab.

Kontrahentenrisiko

Das Risiko, dass der Vertragspartner eines Geschäfts ausfällt.

Kopf Schulter Formation

Ein Chartmuster aus drei Hochs, bei dem das mittlere am höchsten ist.

Es gilt als Zeichen für eine Trendwende nach unten. Streng getestet sind die Belege dafür schwach. Mehr dazu

Korrektur

Ein Kursrückgang, üblicherweise zwischen zehn und zwanzig Prozent.

Korrelation

Ein Maß dafür, wie gleichläufig sich zwei Anlagen bewegen.

Sie ist nicht stabil. In Krisen steigt sie, weshalb Streuung genau dann am schlechtesten wirkt.

Kryptowährung

Ein Eintrag in einem gemeinsam geführten Register ohne zentrale Stelle.

Anders als bei einer Aktie steht dahinter kein Unternehmen, das Gewinne erwirtschaftet.

Kupon

Der feste Zins, den eine Anleihe jedes Jahr auf ihren Nennwert zahlt.

Der Kupon ändert sich nach der Ausgabe nicht. Was sich ändert, ist der Kurs der Anleihe und damit die Rendite für neue Käufer. Mehr dazu

Kurslücke

Ein Sprung des Kurses zwischen zwei Handelstagen, oft nach Nachrichten über Nacht.

Bei einer Kurslücke wird ein Stop erst zum nächsten verfügbaren Preis ausgeführt, der deutlich schlechter sein kann. Mehr dazu

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L

Lastschrift

Eine Abbuchung, die der Empfänger mit deiner Erlaubnis von deinem Konto einzieht.

Eine autorisierte SEPA Lastschrift kannst du innerhalb von acht Wochen ohne Begründung zurückgeben lassen. Mehr dazu

Laufende Kosten

Die jährliche Kostenbelastung eines Fonds in Prozent des Vermögens.

Sie sagen nicht alles. Die tatsächliche Abweichung vom Index über mehrere Jahre ist aussagekräftiger.

Leerverkauf

Der Verkauf geliehener Wertpapiere in der Erwartung fallender Kurse.

Der Gewinn ist begrenzt, der Verlust theoretisch unbegrenzt.

Leihgebühr

Die laufende Gebühr, die ein Leerverkäufer für geliehene Aktien zahlt.

Bei stark leerverkauften Aktien kann sie sehr hoch werden. Sie läuft jeden Tag, egal ob der Kurs fällt. Mehr dazu

Leitzins

Der von der Notenbank festgelegte Zins, an dem sich der gesamte Markt orientiert.

Steigende Zinsen belasten riskante Anlagen, weil sichere Alternativen attraktiver werden.

Limit-Order

Ein Auftrag mit Preisgrenze. Sie garantiert den Preis, aber nicht die Ausführung.

Liquidation

Die automatische Zwangsschließung einer gehebelten Position, wenn die Sicherheit nicht mehr reicht.

Sie läuft ohne Rückfrage und ohne Bedenkzeit, auch nachts.

Liquidationspreis

Der Kurs, bei dem eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen wird.

Er liegt wegen Wartungsmarge und Gebühren näher am Einstieg, als hundert geteilt durch den Hebel vermuten lässt. Mehr dazu

Liquidity Pool

Ein Topf aus zwei hinterlegten Werten, über den andere tauschen können.

Wer Liquidität bereitstellt, verdient Gebühren und trägt dafür den Impermanent Loss.

Liquidität

Wie leicht sich etwas zu einem fairen Preis kaufen und verkaufen lässt.

Bei geringer Liquidität bewegt schon eine kleine Order den Preis erheblich.

Logarithmische Skala

Eine Chartachse, auf der gleiche prozentuale Bewegungen gleich groß aussehen.

Bei langen Zeiträumen und stark gestiegenen Kursen ist sie ehrlicher als die lineare Skala, weil Rendite in Prozent gemessen wird. Mehr dazu

Look Ahead Bias

Ein Fehler im Backtest, bei dem Daten genutzt werden, die es zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht gab.

Typisch sind Quartalszahlen, die erst Wochen nach Quartalsende erscheinen. Der Test sieht dann besser aus, als die Strategie je sein könnte. Mehr dazu

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M

MACD

Ein Indikator, der den Abstand zwischen einem kurzen und einem langen Durchschnitt zeigt.

Maker

Ein Handelsteilnehmer, dessen Order im Orderbuch wartet und dadurch Liquidität bereitstellt. Zahlt meist eine niedrigere Gebühr als ein Taker.

Margin

Die Sicherheit, die du bei gehebelten Geschäften hinterlegen musst.

Mark-Preis

Ein geglätteter Referenzpreis, an dem sich Liquidationen orientieren, nicht der zuletzt gehandelte Preis auf einer einzelnen Plattform.

Market Maker

Ein Marktteilnehmer, der laufend Kauf- und Verkaufskurse stellt und am Spread verdient.

Wohin der Kurs geht, ist ihm egal. Er verdient daran, dass gehandelt wird.

Market-Order

Ein Auftrag zur sofortigen Ausführung. Sie wird in der Regel ausgeführt, garantiert aber nicht den Preis.

Marktkapitalisierung

Der Börsenwert eines Unternehmens, also Kurs mal Anzahl der Aktien.

Markttiefe

Das verfügbare Volumen je Preisstufe im Orderbuch.

Sie ist eine Momentaufnahme. Orders können jederzeit zurückgezogen werden.

Mean Reversion

Die Annahme, dass sich ein Kurs nach starken Ausschlägen wieder seinem Durchschnitt nähert.

In Seitwärtsphasen kann das funktionieren. In starken Trends kauft man damit immer wieder zu früh. Mehr dazu

Meldefonds

In Österreich ein Fonds, der seine Steuerdaten an die Kontrollbank übermittelt.

Bei Nichtmeldefonds wird die steuerliche Behandlung deutlich aufwendiger.

Meme-Coin

Eine Kryptowährung ohne beabsichtigten Nutzen, deren Preis allein an Aufmerksamkeit hängt.

MiFID

Das europäische Regelwerk für Wertpapierdienstleistungen und Anlegerschutz.

Daraus stammen unter anderem die Angemessenheitsprüfung und die Pflicht zur bestmöglichen Ausführung.

Momentum

Die Beobachtung, dass zuletzt starke Werte sich über mittlere Zeiträume oft weiter überdurchschnittlich entwickeln.

Der empirisch am besten belegte technische Effekt, allerdings mit scharfen Einbrüchen in Wendephasen.

Money Flow Index

Ein RSI, der jeden Tag mit dem umgesetzten Geld gewichtet.

Über 80 gilt als überkauft, unter 20 als überverkauft. Er erbt die Schwächen von RSI und Volumen. Mehr dazu

MSCI World

Ein Aktienindex mit rund 1.400 großen Firmen aus etwa zwei Dutzend Industrieländern.

Er enthält keine Schwellenländer, und die USA machen den größten Teil aus. Viele breite ETFs bilden ihn ab. Mehr dazu

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N

Nachschusspflicht

Die Verpflichtung, bei Verlusten weitere Sicherheiten nachzuzahlen.

Ob sie besteht, ist die wichtigste Eigenschaft eines gehebelten Produkts überhaupt.

Nettoverschuldung

Die Finanzschulden einer Firma minus ihr Bargeld.

Sie zeigt, wie viel die Firma wirklich schuldet. Im Verhältnis zum Gewinn sagt sie, wie lange die Rückzahlung dauern würde. Mehr dazu

NFT

Ein eindeutiger Eintrag in einer Blockchain, der auf etwas verweist.

Urheberrechte am zugrunde liegenden Werk gehen nicht automatisch mit über.

Nominalzins

Der vereinbarte Zinssatz ohne Gebühren und ohne Inflation.

Er klingt oft günstiger, als ein Kredit ist. Bei einer Anlage sagt er nichts darüber, ob deine Kaufkraft wächst. Mehr dazu

Notenbank

Die Zentralbank eines Währungsraums, etwa die EZB oder die Federal Reserve.

Sie legt den Leitzins fest und soll vor allem die Preise stabil halten. Ihre Entscheidungen bewegen fast alle Märkte. Mehr dazu

Notgroschen

Drei bis sechs Monatsausgaben auf einem jederzeit verfügbaren Konto.

Er ist selbst keine Geldanlage. Er sorgt dafür, dass du eine Anlage durchhalten kannst.

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O

OBV

On Balance Volume, addiert das Volumen an steigenden Tagen und zieht es an fallenden ab.

Nur die Richtung der Linie zählt. Ihre Höhe hängt davon ab, wann die Berechnung beginnt. Mehr dazu

On-Chain-Analyse

Die Auswertung öffentlich sichtbarer Blockchain-Daten.

Ihre Grenze ist die Zuordnung: Eine Adresse ist keine Person, und eine Börsenadresse kann Millionen Kunden gehören.

Option

Das Recht, etwas zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Der Käufer zahlt eine Prämie und hat begrenzte Verluste, der Verkäufer trägt die Verpflichtung.

Orakelproblem

Eine Blockchain kann nicht prüfen, ob das, was in ihr steht, mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

Fälschungssicher ist nur der Eintrag selbst. Ob er wahr ist, muss außerhalb der Kette geprüft werden. Mehr dazu

Orderbuch

Die nach Preis und Zeit sortierte Liste aller wartenden Kauf- und Verkaufsaufträge.

Oszillator

Ein Indikator, der zwischen festen Grenzen schwankt, zum Beispiel von 0 bis 100.

Bekannte Oszillatoren sind RSI, Stochastik und Williams %R. Sie zeigen, wie einseitig sich ein Kurs zuletzt bewegt hat. Mehr dazu

Overfitting

Eine Regel so lange anzupassen, bis sie die Vergangenheit perfekt beschreibt und die Zukunft gar nicht.

Ein Ergebnis, das bei kleiner Parameteränderung zusammenbricht, beruht mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Zufall.

Overtrading

Zu häufiges Handeln, das Gebühren erzeugt und Fehlerquellen vervielfacht.

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P

Pairs Trading

Der Handel zweier eng verwandter Wertpapiere, sobald ihr üblicher Kursabstand ungewöhnlich groß wird.

Eine Form der statistischen Arbitrage. Die dokumentierte Profitabilität ist seit den frühen 2000er-Jahren deutlich zurückgegangen.

Papertrading

Handeln mit Spielgeld unter echten Kursen.

Gut für Abläufe und Regeln, wertlos für die Frage, ob du echte Verluste aushältst.

Parabolic SAR

Punkte unter oder über dem Kurs, die als nachgezogener Stop dienen.

Im Trend rücken sie immer näher an den Kurs. In Seitwärtsphasen wechseln sie ständig die Seite. Mehr dazu

Passives Investieren

Den ganzen Markt über einen Index kaufen, statt einzelne Gewinner zu suchen.

Du bekommst die Marktrendite abzüglich sehr geringer Kosten. Nach Kosten liegt das im Schnitt vor den meisten aktiven Ansätzen. Mehr dazu

Payment for Order Flow

Ein Handelsplatz zahlt dem Broker dafür, dass er ihm die Orders seiner Kunden schickt.

So entstehen Angebote mit null Euro Ordergebühr. Es kann aber ein Interessenkonflikt bei der Frage entstehen, wo deine Order am besten ausgeführt würde. Mehr dazu

Perpetuals

Ein unbefristeter Terminkontrakt auf einen Kurs, ohne Ablaufdatum.

Damit der Preis trotzdem nah am eigentlichen Markt bleibt, zahlen sich Käufer und Verkäufer in festen Abständen eine Funding Rate. Mehr dazu

Phishing

Gefälschte Nachrichten oder Webseiten, die an Passwörter, Zugangsdaten oder Geld kommen wollen.

Typisch sind Zeitdruck und Links zu Seiten, die echt aussehen. Gib Zugangsdaten nur auf Seiten ein, die du selbst aufgerufen hast. Mehr dazu

Pivot Punkt

Eine Linie aus dem Durchschnitt von Hoch, Tief und Schluss des Vortags.

Darüber und darunter liegen die Marken R1, R2, S1 und S2. Viele Daytrader achten auf sie. Mehr dazu

Portfolio

Die Gesamtheit deiner Anlagen.

Positionsgröße

Wie viele Stücke du kaufst, abgeleitet aus dem erlaubten Verlust und dem Abstand zum Stop.

Erst das Risiko festlegen, dann den Stop, daraus folgt die Stückzahl.

Post-Only

Eine Zusatzoption für Limit-Orders: Die Order wird nur angenommen, wenn sie als Maker ins Orderbuch geht, sonst wird sie abgelehnt statt zur teureren Taker-Order zu werden.

Prämortem

Du stellst dir vor, eine Entscheidung sei gescheitert, und schreibst vorher die wahrscheinlichsten Gründe auf.

So kommen Schwachstellen auf den Tisch, die der Bestätigungsfehler sonst verdeckt. Mehr dazu

Primärmarkt

Der Markt, auf dem neue Wertpapiere erstmals ausgegeben werden.

Nur hier fließt dem Unternehmen tatsächlich Geld zu.

Private Key

Der geheime Schlüssel, mit dem über Kryptowerte verfügt wird.

Wer ihn hat, hat das Geld. Wer ihn verliert, verliert den Zugang endgültig.

Profit-Faktor

Die Summe aller Gewinne geteilt durch die Summe aller Verluste. Werte unter 1 bedeuten, dass eine Strategie im Schnitt Geld verliert.

Proof of Stake

Ein Verfahren, bei dem hinterlegtes Kapital statt Rechenaufwand die Sicherheit des Netzwerks trägt.

Proof of Work

Ein Verfahren, bei dem das Anhängen eines Blocks Rechenaufwand erfordert.

Pump and Dump

Eine Gruppe treibt den Kurs eines kleinen Werts hoch und verkauft an die angelockten Käufer.

Put

Eine Option, die das Recht gibt, etwas zu einem festen Preis zu verkaufen.

Sie wird wertvoll, wenn der Kurs fällt. Deshalb nutzen manche Puts zur Absicherung, was dauerhaft aber viel Rendite kostet. Mehr dazu

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Q

Quellensteuer

Eine Steuer, die im Herkunftsland der Erträge direkt einbehalten wird.

Ein Teil wird auf die inländische Steuer angerechnet, der Rest ist nur über einen Antrag im Ausland zu holen.

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R

Rachetrade

Ein Trade direkt nach einem Verlust, oft größer als vorher, um das Geld schnell zurückzuholen.

Er entsteht aus Ärger und nicht nach Plan. Eine feste Tagesgrenze für Verluste schützt davor. Mehr dazu

Ratenkredit

Ein Kredit mit festen Monatsraten über eine feste Laufzeit.

Er ist meist günstiger als der Dispo. Vergleiche immer den Effektivzins und prüfe, ob die Rate auch in schlechten Monaten tragbar bleibt. Mehr dazu

Rating

Eine Note von Ratingagenturen dafür, wie sicher ein Schuldner zahlt, etwa AAA oder BB.

Ab BBB spricht man von Investment Grade, darunter von hochverzinslichen Anleihen. Ratings sind Einschätzungen und haben sich schon schwer geirrt. Mehr dazu

Realrendite

Die Rendite nach Abzug der Inflation.

Nur diese Zahl sagt, ob deine Kaufkraft tatsächlich gewachsen ist.

Rebalancing

Das Zurückstellen des Depots auf die ursprüngliche Aufteilung.

Es dient der Risikokontrolle, nicht der Renditesteigerung.

Referenzkonto

Das Konto auf deinen Namen, auf das ein Broker Geld auszahlen darf.

Es schützt davor, dass Geld auf fremde Konten abfließt. Ändern lässt es sich nur mit zusätzlicher Prüfung. Mehr dazu

Rendite

Der Ertrag einer Anlage in Prozent des eingesetzten Kapitals pro Jahr.

Eine Renditeangabe ohne Zeitraum, Kosten und Inflationsbezug ist keine Information.

Replikation

Die Art, wie ein ETF seinen Index nachbildet: physisch durch Kauf oder synthetisch über einen Tauschvertrag.

Reservenachweis

Eine Kryptobörse zeigt, wie viele Coins sie für ihre Kunden hält.

Allein sagt er wenig, weil er nicht zeigt, wie viel die Börse ihren Kunden schuldet. Erst beides zusammen ergibt ein Bild. Mehr dazu

Restwert

Bei einer Bewertung der Wert aller Zahlungen nach dem eigentlichen Prognosezeitraum.

Er macht oft den größten Teil des Ergebnisses aus und beruht auf besonders unsicheren Annahmen. Mehr dazu

Rezession

Eine Phase schrumpfender Wirtschaftsleistung.

Risikobereitschaft

Wie viel Schwankung du emotional aushältst.

Sie wird in guten Börsenphasen systematisch überschätzt.

Risikoprämie

Der Renditeaufschlag als Ausgleich für getragenes Risiko.

Nur nicht wegdiversifizierbares Risiko wird vergütet. Einzelwertrisiko ist unbezahltes Risiko.

Risikotragfähigkeit

Wie viel Verlust du dir finanziell leisten kannst, unabhängig vom Gefühl.

Es gilt immer der niedrigere Wert aus Tragfähigkeit und Bereitschaft.

Rollrendite

Der Gewinn oder Verlust, der beim Erneuern auslaufender Terminkontrakte entsteht.

RSI

Ein Indikator, der Aufwärts- und Abwärtsbewegungen ins Verhältnis setzt, skaliert von 0 bis 100.

In starken Trends verharrt er im Extrembereich und versagt dort als Umkehrsignal.

Rückholbetrug

Betrüger versprechen Opfern eines Anlagebetrugs, das verlorene Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen.

Es ist oft dieselbe Gruppe wie beim ersten Betrug. Seriöse Hilfe verlangt kein Geld im Voraus und garantiert nichts. Mehr dazu

Rug Pull

Die Ersteller eines Krypto-Projekts ziehen das Kapital ab und verschwinden.

Anonyme Gründer, konzentrierte Bestände und weitreichende Verwaltungsrechte sind die Warnzeichen.

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S

Sammelverwahrung

Die gemeinsame Verwahrung gleichartiger Wertpapiere bei einem Zentralverwahrer.

Du erwirbst Miteigentum am Sammelbestand, was in der Insolvenz ein Aussonderungsrecht begründet.

Scalping

Sehr kurze Trades über Sekunden oder Minuten, die kleinste Kursbewegungen ausnutzen sollen.

Spread und Gebühren fressen hier besonders viel. Gegen schnelle Handelsprogramme haben Privatanleger kaum eine Chance. Mehr dazu

Schneeballsystem

Erträge früherer Anleger werden aus den Einzahlungen späterer bezahlt.

Der Zusammenbruch ist mathematisch zwingend, sobald der Zustrom stockt.

Schwellenländer

Länder, deren Wirtschaft schnell wächst, die aber noch nicht als Industrieländer gelten, etwa Indien oder Brasilien.

Ihre Börsen schwanken stärker und haben oft schwächere Regeln. In einem Weltindex machen sie meist rund ein Zehntel aus. Mehr dazu

Seed Phrase

Zwölf oder vierundzwanzig Wörter, aus denen sich eine Wallet vollständig wiederherstellen lässt.

Nur auf Papier oder Metall. Jede Aufforderung, sie irgendwo einzugeben, ist ein Betrugsversuch.

Sekundärmarkt

Der Markt, auf dem bestehende Wertpapiere zwischen Anlegern gehandelt werden.

Selbstüberschätzung

Die Neigung, das eigene Können und Wissen zu hoch einzuschätzen.

Sie führt dazu, dass Anleger zu wenig streuen und zu viel handeln. Beides kostet nachweislich Rendite. Mehr dazu

Short Squeeze

Steigende Kurse zwingen Leerverkäufer zu Deckungskäufen, die den Anstieg weiter verstärken.

Slippage

Die Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Ausführungspreis.

Smart Contract

Ein Programm, das auf einer Blockchain läuft und Regeln automatisch ausführt.

Fehler im Code sind eine eigenständige Verlustursache, unabhängig vom Marktrisiko.

Sondervermögen

Vermögen, das getrennt vom Vermögen der verwaltenden Gesellschaft geführt wird.

Es fällt bei deren Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse.

Sparerpauschbetrag

In Deutschland der jährlich steuerfreie Betrag für Kapitalerträge, 1.000 Euro je Person.

Sparplan

Eine feste Summe, die regelmäßig automatisch angelegt wird.

Sein Wert liegt darin, dass er die Entscheidung über den Zeitpunkt abschafft.

Spekulationsfrist

Eine Haltedauer, nach der Gewinne steuerfrei sind.

Für Wertpapiere gibt es sie in Deutschland und Österreich nicht mehr.

Spread

Der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Eine Gebühr, die nicht als Gebühr ausgewiesen wird.

Staatsanleihe

Eine Anleihe, mit der sich ein Staat Geld leiht.

Anleihen solider Staaten in der eigenen Währung gelten als besonders sicher. Auch sie schwanken, wenn sich die Zinsen ändern. Mehr dazu

Stablecoin

Ein Kryptowert, dessen Preis an eine Währung gebunden sein soll.

Bei besicherten Varianten trägst du ein Kreditrisiko auf die hinterlegten Reserven.

Staking

Das Hinterlegen von Coins als Sicherheit für den Betrieb eines Netzwerks, gegen Belohnung.

Die Belohnung stammt überwiegend aus neu erzeugten Einheiten, also aus Verwässerung.

Standardabweichung

Das übliche Maß für die Schwankungsbreite von Renditen.

Stillhalter

Wer eine Option verkauft und dafür die Prämie bekommt.

Sein Gewinn ist auf die Prämie begrenzt, sein möglicher Verlust ein Vielfaches davon, bei ungedeckten Calls ohne Grenze. Mehr dazu

Stochastik

Ein Oszillator, der zeigt, wo der Schlusskurs in der Spanne der letzten zwei Wochen liegt.

Über 80 gilt als überkauft, unter 20 als überverkauft. Sie reagiert schnell und liefert viele Fehlsignale. Mehr dazu

Stop Loss

Eine im Voraus festgelegte Marke, bei deren Erreichen automatisch verkauft wird.

Er begrenzt den Verlust, garantiert aber keinen Preis. Bei Kurslücken kann deutlich tiefer ausgeführt werden.

Supertrend

Eine Trendlinie im Abstand eines Vielfachen der ATR, unter dem Kurs im Aufwärtstrend und darüber im Abwärtstrend.

Sie wird gern als nachgezogener Stop genutzt. Die Einstellungen verändern das Ergebnis stark. Mehr dazu

Swap

Ein Tauschvertrag, bei dem zwei Seiten Zahlungsströme austauschen.

Synthetische ETFs nutzen Swaps, um die Rendite eines Index zu bekommen, ohne alle Aktien zu kaufen. Dafür tragen sie ein begrenztes Kontrahentenrisiko. Mehr dazu

Swingtrading

Positionen werden einige Tage bis Wochen gehalten, um eine Kursbewegung mitzunehmen.

Es braucht weniger Zeit am Bildschirm als Daytrading, trägt aber Kurslücken über Nacht und am Wochenende. Mehr dazu

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T

Tagesgeld

Ein Konto mit täglich verfügbarem Guthaben und schwankendem Zins.

Der richtige Ort für den Notgroschen.

Taker

Ein Handelsteilnehmer, dessen Order sofort gegen eine bestehende Order im Orderbuch ausgeführt wird. Zahlt meist eine höhere Gebühr als ein Maker.

Technische Analyse

Die Beurteilung eines Werts allein anhand von Kurs- und Volumenverlauf.

Vieles daraus hält strenger Überprüfung nicht stand, weil sich die Regeln kaum eindeutig definieren lassen.

Teilfreistellung

In Deutschland der steuerfreie Anteil der Erträge von Fonds, bei Aktienfonds 30 Prozent.

Thesaurierend

Ein Fonds, der Erträge automatisch wieder anlegt, statt sie auszuschütten.

Theta

Bei Optionen der Zeitwertverlust je Tag.

Tilgung

Die Rückzahlung eines Kredits, getrennt von den Zinsen.

Jeder Euro Tilgung spart dir künftig sicher den Kreditzins. Bei teuren Schulden ist das eine der besten Anlagen überhaupt. Mehr dazu

Token

Eine auf einer bestehenden Blockchain ausgegebene digitale Einheit.

Tokenomics

Angebot, Verteilung und Freigabeplan eines Tokens.

Freigabepläne erzeugen planbaren Angebotsdruck, unabhängig von der Entwicklung des Projekts.

Tracking-Differenz

Die tatsächliche Abweichung der Fondsentwicklung vom Index über einen Zeitraum.

Aussagekräftiger als die reine Kostenquote, weil sie auch Erträge aus Wertpapierleihe und Steuereffekte erfasst.

Tradingtagebuch

Aufzeichnungen zu jedem Trade: Grund, Einstieg, Ausstieg, Risiko und ob die Regeln eingehalten wurden.

Ohne Tagebuch erinnert man sich an die Gewinner und vergisst die Verlierer. Erst die Notizen zeigen die echte Leistung. Mehr dazu

Trailing Stop

Ein Stop, der steigenden Kursen automatisch folgt, bei fallenden aber stehen bleibt.

Er sichert Gewinne ab. Ist er zu eng, wirft ihn schon ein normaler Rücksetzer aus dem Trend. Mehr dazu

Trefferquote

Der Anteil der Trades, die mit Gewinn enden.

Allein sagt sie nichts. Erst zusammen mit dem Chancen-Risiko-Verhältnis ergibt sich ein Bild.

Trend

Eine gerichtete Kursbewegung aus höheren Hochs und höheren Tiefs oder umgekehrt.

Dass ein Trend besteht, ist Vergangenheit. Dass er anhält, ist eine Behauptung über die Zukunft.

Trendfolge

Eine Strategie, die kauft, was zuletzt gestiegen ist, und verkauft, was gefallen ist.

Sie gehört zu den am besten erforschten Mustern, hat aber lange Durststrecken und heftige Rückschläge, wenn der Markt dreht. Mehr dazu

Trendlinie

Eine Linie, die aufeinanderfolgende Tiefs oder Hochs eines Kurses verbindet.

Sie bringt Ordnung in einen Chart, lässt sich aber leicht so zeichnen, dass sie zur eigenen Meinung passt. Mehr dazu

True Range

Die wahre Tagesspanne, die auch Kurslücken zum Vortag mitzählt.

Sie ist der größte Wert aus Hoch minus Tief, Hoch minus Vortagesschluss und Vortagesschluss minus Tief. Mehr dazu

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U

Überkauft

Ein Oszillator steht im oberen Extrembereich, beim RSI zum Beispiel über 70.

Überkauft heißt nur, dass der Kurs zuletzt sehr einseitig gestiegen ist. In starken Trends bleibt ein Wert oft lange überkauft. Mehr dazu

Überlebensfehler

Eine Verzerrung, bei der nur die Überlebenden in eine Statistik eingehen.

Geschlossene Fonds, pleite gegangene Firmen oder verkaufte Sammlerstücke fehlen dann. Das Ergebnis sieht besser aus, als es war. Mehr dazu

Überverkauft

Ein Oszillator steht im unteren Extrembereich, beim RSI zum Beispiel unter 30.

Ein überverkaufter Wert kann weiter fallen. Ein Kaufsignal ist das für sich allein nicht. Mehr dazu

Unternehmensanleihe

Eine Anleihe, mit der sich eine Firma Geld leiht.

Sie bringt meist mehr Zinsen als eine Staatsanleihe, weil die Firma eher ausfallen kann. Der Zinsaufschlag ist der Preis dafür. Mehr dazu

Unterstützung

Ein Kursbereich, in dem eine Abwärtsbewegung mehrfach gestoppt wurde.

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V

Value-Prämie

Die historische Mehrrendite günstig bewerteter Aktien gegenüber teuer bewerteten.

Ob sie real und beständig ist, wird kontrovers diskutiert. Ein Teil davon lässt sich durch Profitabilität und Investitionsverhalten miterklären.

Verbraucherpreisindex

Die amtliche Messgröße für die Inflation, berechnet aus einem Warenkorb.

Der Warenkorb bildet einen Durchschnittshaushalt ab. Deine eigene Inflation kann davon deutlich abweichen. Mehr dazu

Verfall

Der Tag, an dem eine Option oder ein Terminkontrakt endet.

Bis dahin schrumpft der Zeitwert einer Option auf null. Ein Recht, das bis zum Verfall nichts wert ist, verfällt wertlos. Mehr dazu

Verlustaversion

Verluste wiegen gefühlt etwa doppelt so schwer wie gleich große Gewinne.

Daraus folgt, dass Verlustpositionen zu lange gehalten und Gewinne zu früh mitgenommen werden.

Verlustverrechnung

Die Möglichkeit, realisierte Verluste mit Gewinnen zu verrechnen.

Die Regeln unterscheiden sich stark zwischen den Ländern, etwa beim Vortrag in Folgejahre.

Verrechnungskonto

Das Geldkonto zum Depot, über das Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen laufen.

Guthaben darauf ist eine Einlage und über die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Mehr dazu

Verrechnungssteuer

In der Schweiz ein Vorabzug von 35 Prozent auf Zinsen und Dividenden.

Sie ist rückforderbar, wenn die Erträge korrekt deklariert werden.

Versunkene Kosten

Geld oder Zeit, die schon weg sind und durch keine Entscheidung zurückkommen.

Sie sollten künftige Entscheidungen nicht beeinflussen. Wer weitermacht, damit das Verlorene nicht umsonst war, macht den Verlust oft größer. Mehr dazu

Verwässerung

Die Verringerung deines Anteils durch die Ausgabe neuer Anteile.

Volatilität

Ein Maß dafür, wie stark ein Preis schwankt.

Sie behandelt Auf- und Abwärtsbewegungen gleich und erfasst nicht die Gefahr dauerhafter Verluste.

Vollständig verwässerte Bewertung

Der Kurs eines Tokens mal die Höchstmenge aller Token, die es je geben soll.

Bei jungen Projekten liegt sie oft weit über der angezeigten Marktkapitalisierung, weil die meisten Token noch nicht im Umlauf sind. Mehr dazu

Volumen

Die in einem Zeitraum gehandelte Stückzahl.

Eine große Bewegung bei geringem Volumen wurde von wenigen verursacht und ist weniger belastbar.

Vorabpauschale

In Deutschland eine jährliche Besteuerung eines fiktiven Mindestertrags thesaurierender Fonds.

Ohne Wertzuwachs fällt keine an. Beim Verkauf wird bereits Versteuertes abgezogen.

Vorzugsaktie

Eine Aktie meist ohne Stimmrecht, dafür oft mit etwas höherer Dividende.

Für Privatanleger ist der Unterschied zur Stammaktie meist klein. Wichtig wird er bei Übernahmen und Abstimmungen. Mehr dazu

VWAP

Der volumengewichtete Durchschnittspreis eines Tages oder seit einem Stichtag.

Über dem VWAP liegen Käufer im Schnitt im Plus. Große Anleger nutzen ihn, um zu prüfen, ob sie gut gekauft haben. Mehr dazu

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W

Wallet

Die Aufbewahrung für Kryptowerte, genauer: für die Schlüssel dazu.

Wartungsmarge

Das Minimum an Sicherheit, das eine gehebelte Position dauerhaft vorhalten muss. Unterschreitet das Eigenkapital der Position diese Marke, wird sie liquidiert.

Whale

Ein Marktteilnehmer mit so großen Beständen, dass seine Transaktionen den Preis bewegen.

Whitepaper

Das Dokument, in dem ein Krypto-Projekt beschreibt, was es tut und wie.

Wenn du danach nicht in einem Satz sagen kannst, was das Projekt tut, ist das die Antwort.

Widerstand

Ein Kursbereich, in dem eine Aufwärtsbewegung mehrfach gestoppt wurde.

Williams %R

Ein Oszillator von −100 bis 0, der zeigt, wie weit der Schluss unter dem Hoch der letzten 14 Tage liegt.

Er ist die gespiegelte Stochastik. Beide zusammen zu nutzen bringt kaum zusätzliche Information. Mehr dazu

WKN

Die sechsstellige deutsche Wertpapierkennnummer, älter und weniger eindeutig als die ISIN.

Währungsrisiko

Das Risiko aus Wechselkursschwankungen bei ausländischen Anlagen.

Die Notierungswährung eines ETF sagt nichts darüber aus. Maßgeblich ist das Geschäft der enthaltenen Unternehmen.

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Z

Zeitrahmen

Der Zeitraum, den eine Kerze im Chart zeigt, etwa eine Minute, ein Tag oder eine Woche.

Derselbe Verlauf wirkt im Stundenchart dramatisch und im Monatschart wie eine kleine Delle. Schau immer zuerst auf den Zeitrahmen. Mehr dazu

Zeitwert

Bei Optionen der Teil des Preises, der die Chance künftiger Bewegungen abbildet.

Er fällt bis zum Verfall auf null, und die Abnahme beschleunigt sich zum Ende hin.

Zentrale Kryptobörse

Eine Handelsplattform für Kryptowerte, die von einem Unternehmen betrieben wird.

Dort liegende Bestände sind oft nur eine Forderung gegen dieses Unternehmen, kein Besitz.

Zentralverwahrer

Die Institution, die Wertpapiere zentral verwahrt und Übertragungen abwickelt.

Zinsänderungsrisiko

Die Gefahr, dass der Kurs einer Anleihe fällt, weil die Zinsen am Markt steigen.

Je länger die Laufzeit, desto größer das Risiko. Hältst du bis zum Ende, verschwindet es, weil du den Nennwert zurückbekommst. Mehr dazu

Zinseszins

Erträge, die selbst wieder Erträge erwirtschaften.

Zweiundsiebzig geteilt durch die Rendite ergibt grob die Jahre bis zur Verdopplung.

Zwangsverkauf

Ein Verkauf, zu dem man gezwungen ist, etwa durch Geldbedarf oder eine Nachschusspflicht.

Er verwandelt einen vorübergehenden Buchverlust in einen endgültigen.

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