Zum Inhalt springen
Zerotoinvest

Ein Whitepaper prüfen

Die meisten Warnzeichen stehen im Dokument selbst oder fehlen darin auffällig. Anonyme Gründer, fehlende technische Substanz und Ertragsversprechen sind die drei wichtigsten.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Ein Whitepaper soll erklären, welches Problem gelöst wird und wie. Wenn du nach dem Lesen nicht in einem Satz sagen kannst, was das Projekt tut, ist das schon die Antwort.

Drei Warnzeichen sind besonders zuverlässig. Erstens anonyme oder erfundene Gründer, was sich über Rückwärtssuche der Profilbilder oft in Minuten prüfen lässt. Zweitens Renditeversprechen ohne erkennbare Quelle. Drittens ein Text, der vor allem aus Marktgröße und Zukunftsvisionen besteht statt aus Technik.

Weitere Punkte: Gibt es funktionierenden Code, den man ansehen kann? Wurde er von unabhängiger Seite geprüft? Wem gehören die meisten Token? Wie schnell werden sie freigeschaltet?

Und der einfachste Test überhaupt: Wenn eine feste Rendite versprochen wird, ohne dass jemand erklären kann, wer diese Rendite erwirtschaftet, dann kommt sie von den nächsten Einzahlern. Dafür gibt es einen Namen und der ist über hundert Jahre alt.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Anonyme Gründer, fehlende Technik, Ertragsversprechen ohne Quelle.
  • Ein Prüfbericht sagt nur, was geprüft wurde, nicht dass es sicher ist.
  • Ertrag ohne benennbare Quelle stammt von den nächsten Einzahlern.

Hast du es verstanden?

Welche vier Bereiche sollte man prüfen?

Team und Identität, technische Substanz und Code, unabhängige Prüfberichte, Tokenverteilung und Freigabeplan.

Was sagt ein Prüfbericht zu Smart Contracts aus?

Nur was zu einem bestimmten Codestand und Prüfumfang untersucht wurde, nicht dass das Projekt sicher ist.

Woran misst man ein Renditeversprechen?

An der benennbaren Quelle. Ohne solche stammt der Ertrag von späteren Einzahlern.

Passt dazu

Wie es weitergeht

Nächste LektionZinsen, Notenbanken und Konjunkturdaten