Der Crash-Test
Solange die Kurse steigen, fühlt sich jeder mutig. Dieser Test dreht das um. Du bekommst einen Kursverlauf ohne Jahreszahl und entscheidest Monat für Monat, was du tust. Richtig liegen musst du dabei nicht. Du sollst spüren, wie es sich anfühlt.
So wird gerechnet
Was wird berechnet?
Eine Formel steckt hier kaum dahinter. Es ist ein Test deines Verhaltens. Du erlebst einen zufällig gewählten Crash Monat für Monat und entscheidest jedes Mal neu: halten, nachkaufen oder verkaufen. Am Ende siehst du, was dich deine Entscheidungen gekostet oder gebracht haben.
Deine Eingaben
- Anfangskapital: der Betrag, mit dem du startest.
- Deine Entscheidungen: ein Klick pro Monat.
So funktioniert es
Es gibt fünf Verläufe, nachempfunden den Crashs von 1929, 2000, 2008, 2020 und einem großen Krypto-Crash. Jeder Verlauf besteht aus wenigen Stützpunkten (Monat und Kursindex, Start bei 100), die Monate dazwischen werden gleichmäßig verbunden. Ein kleines, gleichmäßiges Wackeln von höchstens etwa ±3 Punkten sorgt dafür, dass die Linie nicht glatt aussieht. Die Verläufe sind stilisiert, keine exakten historischen Monatsdaten.
Anteile zu Beginn = Anfangskapital ÷ 100
Depotwert = Anteile × aktueller Index
Seit dem Höchststand = aktueller Index ÷ bisheriges Hoch − 1
Nachkaufen investiert zusätzlich 20 % des Anfangskapitals zum aktuellen Stand, du bekommst also mehr Anteile. Verkaufen friert deinen Wert ein; der Rechner vergleicht ihn mit dem Wert, den du beim Halten bis zum letzten Monat gehabt hättest. Keine Gebühren, Dividenden oder Inflation.
Was das Ergebnis bedeutet
Der Unterschied zeigt, was ein Verkauf in der Panik kostet: Ein Buchverlust wird endgültig, während der Markt sich in vielen Verläufen später wieder erholt, aber nicht in allen und nicht immer schnell.
Beispiel
10.000 € Anfangskapital ergeben 100 Anteile. Fällt der Index auf 50, zeigt das Depot 5.000 € (−50 % seit dem Hoch). Verkaufst du dort und endet der Verlauf bei 96, wären es beim Halten 9.600 € gewesen: 4.600 € Unterschied.
Die Verläufe sind vereinfachte Nachbildungen echter historischer Phasen, keine exakten Kursreihen. Sie zeigen die Größenordnung und den zeitlichen Ablauf, nicht die Kurse eines bestimmten Wertpapiers.
Die Erklärung dazu steht in der Lektion Wie viel Verlust hältst du aus.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft?
Die Tragfähigkeit hängt an Einkommen, Vermögen und Zeit. Die Bereitschaft ist, was du nervlich aushältst. Es gilt der niedrigere Wert.
Warum ist ein Risikotest in guten Börsenzeiten unzuverlässig?
Weil sich Menschen nach guten Jahren mehr Verlust zutrauen, als sie im echten Crash aushalten. Die Antwort hängt stark davon ab, was die Börse zuletzt gemacht hat.