Welche Aufteilung passt zu dir
Die meisten Seiten zeigen dir ein Musterportfolio und landen bei einem Produkt. Hier bekommst du nur die Aufteilung in Prozent. Was du damit umsetzt, entscheidest du selbst.
So wird gerechnet
Was wird berechnet?
Einen groben Vorschlag, welcher Anteil deines Geldes in schwankende Anlagen (zum Beispiel Aktien-ETFs) passt und welcher sicher bleiben sollte, abgeleitet aus Zeithorizont, Verlusttoleranz und Erfahrung. Keine Anlageberatung.
Deine Eingaben
- Anzulegender Betrag: ohne Notgroschen.
- Wann brauchst du das Geld?: der Zeithorizont.
- Welchen Rückgang hältst du aus?: wie viel Minus du erträgst, ohne zu verkaufen.
- Erfahrung mit einem Rückgang (ob du schon einmal über 20 % Minus erlebt hast) und was du dann getan hast.
Die Rechnung
- Unter drei Jahren Zeithorizont rechnet der Rechner nicht weiter: Dieses Geld gehört nicht in schwankende Anlagen.
- Obergrenze aus der Zeit: 3 bis 10 Jahre → 45 %, 10 bis 20 Jahre → 75 %, über 20 Jahre → 90 %.
- Obergrenze aus der Verlusttoleranz: Angenommen wird, dass der schwankende Teil im schlechten Fall um 50 % fällt. Anteil = tolerierter Rückgang ÷ 50 % (10 % → 20 %, 25 % → 50 %, 40 % → 80 %, 60 % → 100 %).
- Es gilt die kleinere der beiden Grenzen.
- Erfahrung: Schon einmal im Rückgang verkauft → × 0,7. Gehalten → × 1,1, aber nie über die Zeitgrenze.
- Das Ergebnis wird auf 5 % gerundet.
Schwankender Anteil in € = Betrag × Anteil
Zu erwartender Rückgang im schlechten Fall = Anteil × 50 %
Was das Ergebnis bedeutet
Der Anteil ist die Obergrenze, bei der du einen schweren Einbruch voraussichtlich aushältst, ohne in Panik zu verkaufen. Der Rückgang in der letzten Zeile bezieht sich auf den gesamten Betrag, so fühlt sich ein Crash in deinem Depot an. Die 50 % sind eine vorsichtige Annahme, keine Garantie für den schlimmsten Fall.
Beispiel
Voreinstellung: 20.000 €, Geld in 10 bis 20 Jahren nötig (Grenze 75 %), etwa 25 % Rückgang tragbar (Grenze 50 %), keine Erfahrung. Es gilt 50 %: 10.000 € schwankend, 10.000 € sicher. Im schlechten Fall rund −25 % auf den Gesamtbetrag.
Dies ist eine Rechenhilfe, keine Anlageberatung. Es gilt immer der niedrigere Wert aus dem, was du finanziell tragen kannst, und dem, was du emotional aushältst.
Die Erklärung dazu steht in der Lektion Wie viel Verlust hältst du aus.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft?
Die Tragfähigkeit hängt an Einkommen, Vermögen und Zeit. Die Bereitschaft ist, was du nervlich aushältst. Es gilt der niedrigere Wert.
Warum ist ein Risikotest in guten Börsenzeiten unzuverlässig?
Weil sich Menschen nach guten Jahren mehr Verlust zutrauen, als sie im echten Crash aushalten. Die Antwort hängt stark davon ab, was die Börse zuletzt gemacht hat.
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