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Warum die meisten investieren sollten

Studien über Jahrzehnte kommen immer wieder zum selben Ergebnis: Je mehr Privatanleger handeln, desto schlechter schneiden sie ab. Nichts tun ist eine oft unterschätzte Strategie.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du begründen, warum häufiges Handeln den meisten Privatanlegern schadet.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Es gibt kaum ein Gebiet, auf dem mehr Einsatz häufig zu schlechteren Ergebnissen führt. Wer viel handelt, zahlt viele Gebühren, trifft viele Entscheidungen und hat damit viele Gelegenheiten, sich zu irren.

Das Timing

Dazu kommt das Timing. Die besten Börsentage folgen oft direkt auf die schlimmsten. Im März 2020 fiel der Markt innerhalb weniger Wochen um rund ein Drittel und erholte sich dann schneller, als fast jemand erwartet hatte. Wer aus Angst verkauft hatte, verpasste den Anstieg und stieg später teurer wieder ein.

Der Sparplan als Lösung

Ein Sparplan löst das Problem, weil er dir die Entscheidung abnimmt. Gekauft wird am Monatsersten, ob du gerade ein gutes Gefühl hast oder nicht. Das ist langweilig, und gerade deshalb funktioniert es.

Ein vernünftiger Mittelweg

Reizt dich das Handeln trotzdem, gibt es einen vernünftigen Weg. Der größte Teil deines Geldes läuft im Sparplan. Ein kleiner Teil ist Spielgeld, dessen Verlust dir nicht wehtut. So lernst du, ohne dich zu ruinieren.

Zusammenfassung

  • Wer mehr handelt, schneidet als Privatanleger im Schnitt schlechter ab.
  • Die besten Tage folgen oft direkt auf die schlimmsten.
  • Ein Sparplan wirkt, weil er dir die Entscheidung abnimmt.

Hast du es verstanden?

Was fanden Barber und Odean heraus?

Die Anleger, die am meisten handelten, schnitten am schlechtesten ab, die ruhigsten am besten.

Was ist die Lücke zwischen Fonds und Fondsanlegern?

Anleger verdienen weniger als ihr eigener Fonds, weil sie nach Anstiegen kaufen und nach Rückgängen verkaufen.

Warum ist Aussteigen während eines Rückgangs so teuer?

Weil die stärksten Erholungstage besonders oft in unsicheren Phasen liegen, in denen man dann nicht investiert ist.

Aufgabe für dich

Du handelst mit 5.000 € und führst 60 Orders im Jahr aus, jede kostet 3 € inklusive Spread. Rechne die Kosten im Jahr in Euro und in Prozent des Geldes. Vergleiche mit einem ETF zu 0,2 Prozent im Jahr und prüf den ETF-Teil im Gebührenrechner (5.000 € Startkapital, 0 € Sparrate, 7 Prozent Rendite vor Kosten, 1 Jahr Laufzeit).

Quellen und Weiterlesen

  • Barber, B. M. und Odean, T. (2000), Trading Is Hazardous to Your Wealth, Journal of Finance Quelle ansehen ↗

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