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Phishing und Fake-Shops

Phishing-Nachrichten und Fake-Shops zielen auf deine Zugangsdaten und dein Geld. Wer die typischen Merkmale kennt und weiß, was nach einem Fehler zu tun ist, begrenzt den Schaden.

5 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-10-14

Bei Phishing versuchen Betrüger, dir per E-Mail, SMS oder Anruf Zugangsdaten oder Zahlungen zu entlocken. Ein Fake-Shop sieht aus wie ein normaler Online-Shop, liefert aber nicht, obwohl du bezahlt hast. Die folgenden Merkmale stammen von der Verbraucherzentrale, dem BSI und der Polizei. Kein einzelnes Merkmal beweist etwas. Je mehr zusammenkommen, desto vorsichtiger solltest du sein.

Woran du Phishing erkennst

  • Sprache: Fehlerhaftes Deutsch, fehlende Umlaute oder kyrillische Zeichen deuten auf eine Übersetzung hin.
  • Anrede: Unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“ sind ein Warnsignal. Eine persönliche Anrede beweist aber nicht, dass die Nachricht echt ist.
  • Druck: Kurze Fristen und Drohungen, etwa mit einer Kontosperrung, sind typisch.
  • Datenabfrage: Banken fragen PIN, TAN oder ähnliche Daten nie per E-Mail oder Telefon ab.
  • Links, Anhänge, Formulare: Öffne unerwartete Dateien nicht. Rufe Login-Seiten selbst im Browser auf, statt dem Link in der Nachricht zu folgen.
  • Kein Anlass: Die Nachricht kommt von einer Firma, bei der du kein Kunde bist, oder betrifft einen Vertrag oder eine Forderung, die du nicht kennst.

Absenderadressen lassen sich fälschen. Verlass dich deshalb nicht darauf, dass ein Name vertraut aussieht.

Woran du einen Fake-Shop erkennst

  • Internetadresse: Zusätze an bekannten Adressen, etwa „.de.com“ statt „.de“, oder ein Angebot, das nicht zur Adresse passt.
  • Zahlung: Erst werden mehrere Zahlungsarten gezeigt, bei der Bestellung bleibt nur Vorkasse.
  • Preis: Auffallend niedrige Preise, gehäuft bei gefragten Produkten. Nicht jeder günstige Shop ist aber ein Fake.
  • Gütesiegel: Erfundene Siegel, oder echte Siegel ohne Link zum Zertifikat.
  • Bewertungen: Auffällig viele überschwängliche Lobeshymnen, die von Bewertungen auf anderen Portalen abweichen.
  • AGB und Impressum: Holprige, maschinell wirkende AGB oder gar keine. Ein fehlendes Impressum ist ein klares Warnzeichen. Es kann auch unvollständig sein oder eine Adresse im Ausland nennen.

Eine Einschätzung liefert der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale.

Was du nach einem Fehler tust

Du hast auf einen Link geklickt, aber nichts eingegeben:

  1. Aktualisiere den Virenschutz und prüfe den ganzen Computer.
  2. Prüfe, ob Virenschutz, Browser und Betriebssystem automatisch aktualisiert werden.
  3. Waren Zugangsdaten auf dem Rechner gespeichert, ändere PIN, Passwörter und Sicherheitsfragen.

Du hast PIN, Passwort, Konto- oder Kartennummer eingegeben:

  1. Kontaktiere sofort den echten Anbieter und lass Konto oder Karte bei Bedarf sperren. Der Sperr-Notruf ist 116 116.
  2. Ändere Passwörter und Sicherheitsfragen umgehend.
  3. Prüfe deine Kontoauszüge genau.
  4. Erstatte Strafanzeige bei der Polizei.
  5. Wurde ein E-Mail-Konto erbeutet, ändere die Passwörter aller Konten, die diese Adresse als Benutzernamen nutzen.

Du hast bei einem Fake-Shop bezahlt:

  1. Rufe sofort deine Bank an und frage, ob die Zahlung gestoppt oder zurückgebucht werden kann. Das Zeitfenster ist laut Verbraucherzentrale sehr knapp, eine Lastschrift lässt sich bis zu acht Wochen zurückbuchen.
  2. Bei PayPal, Klarna, Wero und ähnlichen Diensten informierst du den Zahlungsdienst umgehend.
  3. Sichere Belege: Bestellbestätigung, Rechnung, E-Mails und Screenshots des Angebots.
  4. Melde Betrug auf Plattformen wie Kleinanzeigen oder in sozialen Netzwerken dem Betreiber.
  5. Erstatte Anzeige bei der Polizei oder in der Online-Wache. Laut Polizei lassen sich Fake-Shops so oft löschen.
  6. Prüfe weiter deine Kontobewegungen. Unterlagen kannst du bei der Verbraucherzentrale prüfen lassen.

Allgemein zu den ersten 30 Minuten nach einem Betrug steht auf der Seite Betrogen worden? Das tust du jetzt, zu Rückbuchungen auf der Seite Zahlungen zurückholen.

Zusammenfassung

  • Banken fragen PIN und TAN nie per E-Mail oder Telefon ab. Rufe Login-Seiten selbst im Browser auf.
  • Kein einzelnes Merkmal beweist einen Betrug. Mehrere Warnzeichen zusammen sind ein Grund zur Vorsicht.
  • Nach einer Zahlung an einen Fake-Shop zählt Zeit: sofort die Bank anrufen und Belege sichern.
  • Wurde ein E-Mail-Konto erbeutet, ändere die Passwörter aller verknüpften Konten.

Hast du es verstanden?

Welche Daten fragt eine Bank nie per E-Mail oder Telefon ab?

PIN, TAN oder ähnliche Zugangsdaten.

Woran erkennst du einen Fake-Shop an der Zahlung?

Zuerst werden mehrere Zahlungsarten gezeigt, bei der Bestellung bleibt nur Vorkasse.

Was tust du nach einer Zahlung an einen Fake-Shop als Erstes?

Du rufst sofort deine Bank an und fragst, ob die Zahlung gestoppt oder zurückgebucht werden kann. Das Zeitfenster ist sehr knapp.

Quellen und Weiterlesen

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