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RSI, MACD und Bollinger Bänder

Drei verbreitete Indikatoren, die alle aus dem Kursverlauf abgeleitet sind: relative Stärke, Abstand zweier Durchschnitte und Abstand zur normalen Schwankungsbreite.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Der RSI misst, wie stark die Aufwärtsbewegungen der letzten Perioden im Verhältnis zu den Abwärtsbewegungen waren. Er läuft zwischen 0 und 100. Werte über 70 gelten als überkauft, unter 30 als überverkauft.

Der MACD zeigt den Abstand zwischen einem kurzen und einem langen Durchschnitt. Wird der Abstand größer, verstärkt sich die Bewegung. Wird er kleiner, lässt sie nach.

Bollinger Bänder legen zwei Linien um einen Durchschnitt, deren Abstand sich aus der Schwankungsbreite ergibt. Sie zeigen, ob der Kurs gerade ungewöhnlich weit von seinem Mittel entfernt ist.

Wichtig: Alle drei sind aus dem Kurs berechnet. Sie enthalten keine zusätzliche Information, sondern stellen dieselbe Information anders dar. Zehn Indikatoren auf einem Chart bedeuten nicht zehn Meinungen, sondern eine Meinung in zehn Formen.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Alle Indikatoren sind aus dem Kurs abgeleitet, keiner bringt neue Information.
  • Im Trend bleibt der RSI dauerhaft im Extrembereich und versagt als Umkehrsignal.
  • Bollinger Bänder unterstellen eine Verteilung, die real nicht zutrifft.

Hast du es verstanden?

Was misst der RSI?

Das Verhältnis der durchschnittlichen Aufwärts- zu den Abwärtsbewegungen über eine gewählte Periode.

Warum versagt der RSI in starken Trends?

Weil er dort dauerhaft im Extrembereich verbleibt und fortlaufend Umkehr signalisiert.

Welche Annahme steckt in den Bollinger Bändern?

Normalverteilte Renditen. Real sind die Ränder schwerer, Überschreitungen also häufiger.

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