Broker nebeneinander rechnen
Vergleichsseiten im Netz verdienen an der Depoteröffnung. Deshalb steht dort selten, was ein Anbieter über zwanzig Jahre wirklich kostet. Hier trägst du die Konditionen selbst ein, und zwar für zwei Anbieter nebeneinander.
So wird gerechnet
Was wird berechnet?
Zwei Anbieter oder Produkte mit demselben Sparplan nebeneinander: Welcher bleibt nach allen Kosten vorn, und wie groß ist der Unterschied?
Deine Eingaben
- Für beide gleich: Startkapital, Sparrate, Laufzeit und Rendite vor Kosten.
- Je Anbieter: Sparplanentgelt in Prozent, feste Gebühr je Ausführung, Depotgebühr pro Jahr und laufende Fondskosten pro Jahr.
Die Rechnung
Für jeden Anbieter läuft dieselbe Monatsrechnung wie im Brokerkosten-Rechner, Jahre × 12 Schritte:
- Gebühr = Rate × Sparplanentgelt + feste Gebühr + Depotgebühr ÷ 12.
- Ins Depot fließt Rate − Gebühr.
- Das Depot wächst um Rendite ÷ 12.
- Danach gehen Fondskosten ÷ 12 vom Depotwert ab.
Kosten = Summe aller Gebühren + Summe aller Fondskosten
Unterschied = |Endwert A − Endwert B|
Liegt der Unterschied unter 1 €, gelten beide als gleich teuer. Annahmen: gleichbleibende Rendite, keine Steuern, keine Wechselkosten zwischen Anbietern.
Was das Ergebnis bedeutet
Du siehst, welche Kostenstruktur zu deinem Sparverhalten passt. Eine prozentuale Gebühr auf jede Rate trifft nur die Einzahlungen, laufende Fondskosten dagegen jedes Jahr das ganze, wachsende Depot, über lange Zeit wiegen sie meist schwerer.
Beispiel
Voreinstellung: 5.000 € Start, 300 € im Monat, 20 Jahre, 7 %. Anbieter A: 1,5 % Sparplanentgelt, 0,2 % Fondskosten, rund 170.481 € Endwert bei 3.878 € Kosten. Anbieter B: kein Sparplanentgelt, aber 1,5 % Fondskosten, rund 146.109 € bei 18.988 € Kosten. Unterschied: 24.372 € zugunsten von A.
Der Spread ist nicht enthalten, weil er sich nicht seriös schätzen lässt. Die tatsächlichen Kosten liegen also bei beiden eher etwas höher. Es werden bewusst keine Anbieternamen vorgeschlagen.
Die Erklärung dazu steht in der Lektion Broker vergleichen.
Häufige Fragen
Warum ist eine Ordergebühr von null nicht automatisch günstig?
Weil die Kosten dann meist im Spread oder in Vergütungen vom Handelsplatz stecken.
Welche Kostenart wiegt für Langfristanleger am schwersten?
Laufende Kosten in Prozent des Depots, etwa die Fondskosten. Sie gehen jedes Jahr vom ganzen, wachsenden Bestand ab, eine Gebühr auf die Rate trifft nur die Einzahlung.