Drawdown-Rechner
Verluste und Gewinne sind nicht symmetrisch. Wer die Hälfte verliert, braucht eine Verdopplung, nur um wieder bei null zu sein. Trag einen Verlust ein und sieh, was zum Ausgleich nötig wäre.
So wird gerechnet
Was wird berechnet?
Welcher Gewinn nötig ist, um einen erlittenen Verlust wieder auszugleichen, und wie lange das bei einer gleichbleibenden Rendite dauert.
Deine Eingaben
- Erlittener Verlust in Prozent: bis höchstens 99 %.
- Angenommene Rendite pro Jahr: mit der sich das Depot danach erholt.
Die Rechnung
Nötiger Gewinn = 100 ÷ (100 − Verlust) − 1
Aus 100 € werden = 100 € − Verlust
Dauer in Jahren = ln(100 ÷ (100 − Verlust)) ÷ ln(1 + Rendite)
Die Dauer beantwortet die Frage: Wie oft muss das Depot jährlich um die Rendite wachsen (mit Zinseszins), bis es wieder beim Ausgangswert ist? „ln“ ist der natürliche Logarithmus, er löst genau diese Frage nach der Zahl der Jahre.
Was das Ergebnis bedeutet
Verlust und Gewinn sind nicht symmetrisch: Nach −50 % reichen +50 % nicht, es braucht +100 %. Je tiefer der Verlust, desto steiler steigt der nötige Gewinn, deshalb ist das Vermeiden großer Verluste wichtiger als das Jagen großer Gewinne.
Beispiel
Voreinstellung: 50 % Verlust, 7 % Rendite. Aus 100 € werden 50 €. Nötig: 100 ÷ 50 − 1 = +100 %. Dauer: ln 2 ÷ ln 1,07 ≈ 10,2 Jahre. Zum Vergleich: Nach −30 % braucht es +42,9 %, nach −80 % schon +400 %.
Diese Rechnung ist reine Mathematik und gilt unabhängig von der Anlageform.
Die Erklärung dazu steht in der Lektion Wie viel Verlust hältst du aus.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft?
Die Tragfähigkeit hängt an Einkommen, Vermögen und Zeit. Die Bereitschaft ist, was du nervlich aushältst. Es gilt der niedrigere Wert.
Warum ist ein Risikotest in guten Börsenzeiten unzuverlässig?
Weil sich Menschen nach guten Jahren mehr Verlust zutrauen, als sie im echten Crash aushalten. Die Antwort hängt stark davon ab, was die Börse zuletzt gemacht hat.
Passt dazu
- DrawdownStufe 3
- Chancen-Risiko-VerhältnisStufe 3
- VerlustaversionStufe 3