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Zerotoinvest

Chancen-Risiko-Verhältnis

Das Verhältnis setzt den möglichen Gewinn ins Verhältnis zum möglichen Verlust. Es entscheidet zusammen mit der Trefferquote darüber, ob eine Strategie überhaupt tragfähig ist.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wenn du zwei Euro gewinnen kannst und einen riskierst, liegt dein Verhältnis bei zwei zu eins. Das bedeutet: Du darfst öfter falsch als richtig liegen und verdienst trotzdem.

Ein Beispiel: Bei zwei zu eins reicht eine Trefferquote von etwas über 33 Prozent, um bei null herauszukommen. Bei eins zu eins brauchst du über 50 Prozent. Bei eins zu zwei über 66 Prozent.

Deshalb ist die Frage nach der Trefferquote allein sinnlos. Jemand mit neunzig Prozent Treffern kann trotzdem verlieren, wenn der eine Fehlschlag alle neun Gewinne auffrisst. Das kommt häufiger vor, als man denkt.

Wichtig ist außerdem, dass das Verhältnis vor dem Einstieg feststeht. Wer das Ziel im Nachhinein nach oben schiebt, weil es gerade gut läuft, oder den Stop nach unten, weil es schlecht läuft, hat gar kein Verhältnis mehr.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Trefferquote allein sagt nichts, nur zusammen mit dem Verhältnis.
  • Die nötige Trefferquote ist eins geteilt durch eins plus das Verhältnis.
  • Das realisierte Verhältnis liegt fast immer unter dem geplanten.

Hast du es verstanden?

Welche Trefferquote braucht ein Verhältnis von drei zu eins für ein Nullergebnis?

25 Prozent, denn 1 geteilt durch 1 plus 3 ergibt 0,25.

Warum verbessert ein höheres Kursziel eine Strategie nicht automatisch?

Weil weiter entfernte Ziele seltener erreicht werden. Die Trefferquote sinkt entsprechend.

Warum liegt das realisierte Verhältnis unter dem geplanten?

Weil Gewinne oft vorzeitig mitgenommen werden und Verluste durch Slippage und Gaps größer ausfallen können.

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Wie es weitergeht

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