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Das Schneeballsystem

Bei einem Schneeballsystem bekommen die ersten Anleger ihre Erträge aus dem Geld der späteren. Das geht gut, solange mehr Geld hereinkommt als hinausgeht. Danach bricht es zusammen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-09

Das Prinzip ist über hundert Jahre alt und hat sich kaum verändert. 1920 versprach Charles Ponzi in Boston 50 Prozent Gewinn in 45 Tagen. Jemand verspricht hohe und gleichmäßige Renditen. Die ersten Anleger bekommen tatsächlich Geld ausgezahlt. Es stammt aber aus keinem Gewinn, es ist das Geld der Neuen.

Weil die ersten Anleger echtes Geld sehen, erzählen sie es weiter. Das ist der Motor des Ganzen. Eine Empfehlung von jemandem, dem man vertraut, wirkt stärker als jede Werbung.

Der Zusammenbruch ist keine Möglichkeit, er ist sicher. Damit alle bedient werden, muss immer mehr neues Geld hereinkommen. Stockt der Zustrom oder wollen viele gleichzeitig auszahlen, ist nichts mehr da.

Die verlässlichsten Warnzeichen: gleichmäßige Renditen, egal was an den Märkten passiert. Keine nachvollziehbare Erklärung, woher das Geld kommt. Prämien dafür, neue Teilnehmer zu werben. Und das Einzahlen klappt reibungslos, das Auszahlen hakt.

Zusammenfassung

  • Eine gleichmäßige Rendite ohne Verlustmonate ist kein Zeichen für Qualität. Sie ist verdächtig.
  • Prüfe, welche unabhängige Stelle die Werte verwahrt.
  • Prämien fürs Anwerben neuer Teilnehmer sind das deutlichste Signal.

Hast du es verstanden?

Woher stammen die Auszahlungen?

Aus dem Geld der Teilnehmer, die später dazukommen, und nicht aus Gewinnen.

Warum ist eine sehr gleichmäßige Rendite verdächtig?

Weil jede echte Ertragsquelle schwankt.

Welche strukturelle Prüfung ist am wirksamsten?

Ob Verwaltung und Verwahrung getrennt sind und wer das Vermögen unabhängig aufbewahrt.

Quellen und Weiterlesen

  • US-Börsenaufsicht SEC (Investor.gov) zur Funktionsweise von Schneeballsystemen. Quelle ansehen ↗

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