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Warum jede Blase gleich aussieht

Blasen unterscheiden sich im Gegenstand und ähneln sich im Ablauf. Fünf Phasen wiederholen sich seit Jahrhunderten, und die Merkmale sind während des Geschehens erkennbar, wenn auch nicht beweisbar.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Am Anfang steht immer etwas Echtes: eine neue Technologie, eine neue Handelsroute, ein gesenkter Zins. Blasen entstehen nicht aus dem Nichts, sondern aus einer nachvollziehbaren Veränderung.

Dann folgt der Aufschwung, in dem frühe Käufer verdienen. In der Euphoriephase kommen Menschen dazu, die sich sonst nicht für das Thema interessieren, und die Finanzierung erfolgt zunehmend auf Kredit.

Irgendwann beginnen die Frühen zu verkaufen. Die Preise stagnieren, während die Erzählung noch läuft. Und dann folgt der Umschlag, meist ohne erkennbaren Auslöser, oft ausgelöst durch Zwangsverkäufe.

Wiederkehrende Merkmale: neue Kennzahlen, weil die alten nicht mehr passen. Der Satz, dass es diesmal anders ist. Menschen ohne Vorkenntnisse, die alle mitmachen. Und Kredit als Einsatz. Wenn du drei davon gleichzeitig siehst, weißt du zwar nicht, wann es endet, aber du weißt, worin du dich befindest.

Der immer gleiche Ablauf. Der Gegenstand wechselt, die Abfolge nicht.VerschiebungAufschwungEuphorieGewinnmitnahmePanikKreditfinanzierung nimmt zu
Der immer gleiche Ablauf Der Gegenstand wechselt, die Abfolge nicht.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Jede Blase beginnt mit etwas Echtem.
  • Der Umschlag folgt mechanisch aus der Kreditfinanzierung, nicht aus Stimmung.
  • Erkennen ist möglich, den Zeitpunkt vorhersagen nicht.

Hast du es verstanden?

Welche fünf Phasen beschreibt das Modell?

Verschiebung, Aufschwung, Euphorie, Gewinnmitnahme und Panik.

Was ist der mechanische Kern des Umschlags?

Kreditfinanzierte Positionen erzwingen bei fallenden Preisen Verkäufe, die weitere Rückgänge auslösen.

Welche Kennzahl ist aussagekräftiger als das Bewertungsniveau?

Der Umfang kreditfinanzierter Positionen im Verhältnis zur Marktkapitalisierung.

Quellen und Weiterlesen

  • Hyman Minsky zur Instabilitätshypothese sowie Charles Kindleberger zur Geschichte von Finanzkrisen.

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