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Zerotoinvest

Die Dotcom-Blase 2000

Ende der neunziger Jahre stiegen die Kurse von Internetunternehmen dramatisch, oft ohne Gewinne und teils ohne Umsätze. Nach dem Höhepunkt im März 2000 verlor der technologielastige Index rund achtzig Prozent.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Das Internet war eine echte, große Veränderung. Genau deshalb funktionierte die Blase: Die zugrunde liegende Geschichte stimmte. Falsch war nur der Preis.

Weil viele Unternehmen keine Gewinne hatten, wurden neue Maßstäbe erfunden, etwa die Zahl der Seitenaufrufe. Wenn Kennzahlen erfunden werden, weil die üblichen kein gutes Bild ergeben, ist das ein verlässliches Warnzeichen.

Ab März 2000 fielen die Kurse. Der technologielastige Index verlor bis 2002 rund achtzig Prozent. Viele Firmen verschwanden ganz, andere überlebten und wurden später sehr wertvoll.

Die wichtigste Lehre: Eine richtige Geschichte schützt nicht vor einem falschen Preis. Das Internet hat die Welt verändert wie versprochen, und trotzdem haben Anleger sehr viel Geld verloren, weil sie zu viel dafür bezahlt hatten.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Neu erfundene Kennzahlen sind ein zuverlässiges Warnzeichen.
  • Eine richtige Zukunftsprognose schützt nicht vor einem falschen Preis.
  • Der Nutzen einer Technologie verteilt sich auf wenige spätere Gewinner.

Hast du es verstanden?

Warum wurden neue Bewertungsmaßstäbe eingeführt?

Weil die etablierten eine Überbewertung anzeigten. Diese Verschiebung ist selbst ein Warnzeichen.

Welche Rolle spielten Haltefristen?

Ihr Ablauf brachte zusätzliche Aktien von Altaktionären auf den Markt und erhöhte den Angebotsdruck.

Was ist die zentrale Lehre?

Eine zutreffende Technologieprognose führt nicht automatisch zu einer guten Rendite.

Quellen und Weiterlesen

  • Kursreihen des technologielastigen US-Index sowie Statistiken zu Börsengängen der Jahre 1995 bis 2002.

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