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Zerotoinvest

Copy Trading

Beim Copy Trading übernimmt man automatisch die Positionen anderer Nutzer. Die angezeigten Bestenlisten sind durch Auswahl verzerrt, und die Anreize der Kopierten stimmen nicht mit deinen überein.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Die Idee klingt vernünftig: Statt selbst zu handeln, kopierst du jemanden, der es kann. Die Plattform zeigt dir Ranglisten mit beeindruckenden Ergebnissen.

Das erste Problem ist die Auswahl. Von zehntausend Nutzern haben einige allein durch Zufall mehrere sehr gute Jahre. Genau die stehen oben in der Liste. Ihre Sichtbarkeit entsteht durch das Ergebnis, nicht durch Können.

Das zweite Problem sind die Anreize. Wer nach Zahl der Kopierer vergütet wird, hat einen Grund, auffällige Ergebnisse zu erzeugen. Hohes Risiko führt entweder zu einem Spitzenplatz oder zum Verschwinden aus der Liste, und nur der erste Fall ist sichtbar.

Das dritte Problem ist die Ausführung. Wenn tausende gleichzeitig dieselbe Position eingehen, bekommst du einen schlechteren Preis als der Kopierte. Du zahlst also für dieselbe Idee mehr als er.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Spitzenplätze entstehen auch durch Zufall bei großer Teilnehmerzahl.
  • Vergütung nach Kopiervolumen belohnt hohes Risiko einseitig.
  • Gleichzeitige Ausführung verschlechtert deinen Preis gegenüber dem Vorbild.

Hast du es verstanden?

Warum sind Ranglisten verzerrt?

Weil bei vielen Teilnehmern einige allein durch Zufall auffällig gut abschneiden und ausgeschiedene nicht sichtbar sind.

Welchen Anreiz erzeugt eine Vergütung nach Kopiervolumen?

Erhöhte Risikonahme, da der Kopierte am Erfolg beteiligt ist, die Verluste der Kopierer aber nicht trägt.

Warum liegen die Ergebnisse der Kopierer typischerweise darunter?

Weil gebündelte gleichzeitige Ausführung den Preis zu ihren Lasten verschiebt.

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