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Quellen bewerten

Die entscheidende Frage bei jeder Finanzquelle lautet, wie sie Geld verdient. Wer daran verdient, dass du handelst, gibt dir andere Ratschläge als jemand, der es nicht tut.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Stell bei jeder Quelle zuerst diese eine Frage: Womit verdient dieser Mensch oder diese Seite sein Geld? Die Antwort erklärt fast immer, warum der Rat so ausfällt, wie er ausfällt.

Wer über Werbelinks an Depoteröffnungen verdient, empfiehlt Depoteröffnungen. Wer Kurse verkauft, betont, dass man lernen muss, um erfolgreich zu handeln. Das muss nicht unehrlich sein, färbt aber zuverlässig.

Zweite Frage: Zeigt die Quelle auch ihre Fehler? Wer nur Gewinne zeigt, zeigt nicht seine Ergebnisse, sondern eine Auswahl. Screenshots von Gewinnen sind das billigste und häufigste Betrugsmittel überhaupt.

Dritte Frage: Gibt es Belege? Eine Aussage über historische Renditen sollte eine Quelle haben. Wenn stattdessen nur Selbstsicherheit angeboten wird, ist das ein Warnzeichen, kein Kompetenzbeweis.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Frag zuerst, wie die Quelle Geld verdient.
  • Ausgewählte Gewinn-Screenshots sind ohne jeden Aussagewert.
  • Breit replizierte Befunde schlagen einzelne auffällige Studien.

Hast du es verstanden?

Welche Frage stellst du bei jeder Finanzquelle zuerst?

Womit sie Geld verdient. Das Vergütungsmodell bestimmt die Verzerrungsrichtung.

Warum sind einzelne Gewinn-Screenshots wertlos?

Weil sie eine Auswahl darstellen. Belastbar sind nur vollständige, nachvollziehbare Aufstellungen.

Worauf stützt man sich bei wissenschaftlichen Aussagen?

Auf breit replizierte Befunde über lange Zeiträume und mehrere Märkte statt auf Einzelstudien.

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