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Backtesting

Beim Backtesting wendet man Regeln auf vergangene Daten an. Der Test ist nur so gut wie die Sorgfalt, mit der typische Fehlerquellen ausgeschlossen wurden.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Die Idee klingt bestechend: Nimm deine Regeln, lass sie über die letzten zehn Jahre laufen und schau, was herausgekommen wäre. In der Praxis ist fast jeder Backtest zu optimistisch.

Die häufigsten Fehler sind immer dieselben. Du verwendest Daten, die es zum Entscheidungszeitpunkt noch nicht gab. Du testest nur mit Firmen, die es heute noch gibt, und übersiehst die pleitegegangenen. Du vergisst Gebühren, Spread und Steuern.

Der subtilste Fehler ist der eigene Kopf. Du kennst die Vergangenheit. Wenn dein erster Test schlecht aussieht und du die Parameter änderst, bis er gut aussieht, hast du nichts getestet, sondern angepasst.

Praktisch: Definiere die Regeln vollständig, bevor du die Daten ansiehst. Teste auf einem Zeitraum und prüfe auf einem anderen, den du vorher nicht angefasst hast. Und rechne die Kosten großzügig, nicht knapp.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Fast jeder Backtest ist zu optimistisch.
  • Regeln vollständig festlegen, bevor du die Daten ansiehst.
  • Ein Prüfzeitraum verliert seine Unabhängigkeit, sobald du ihn mehrfach nutzt.

Hast du es verstanden?

Was ist der Überlebensfehler im Backtest?

Der Datenbestand enthält nur heute noch existierende Titel, die gescheiterten fehlen.

Warum sind Fundamentaldaten problematisch?

Weil sie nachträglich korrigiert werden und heutige Bestände nicht dem damaligen Kenntnisstand entsprechen.

Warum reicht ein einmal getrennter Prüfzeitraum nicht?

Weil er bei wiederholter Nutzung seine Unabhängigkeit verliert.

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