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Absicherung mit Optionen

Eine Absicherung mit Optionen ist eine Versicherung, für die du eine Prämie zahlst. Sie senkt deine erwartete Rendite und begrenzt dafür Verluste. Sinnvoll ist sie nur, wenn du die Kosten kennst.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du beurteilen, wann sich eine Absicherung mit Optionen angesichts ihrer Kosten lohnt.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Die einfachste Absicherung ist ein Put auf den Index, den du hältst. Fällt der Markt, steigt der Put im Wert und gleicht einen Teil deines Verlusts aus.

Was Absicherung kostet

Das klingt gut, ist aber wie jede Versicherung eine Frage der Kosten. Sicherst du dein Depot dauerhaft ab, zahlst du Jahr für Jahr eine Prämie. Je nach Marktlage können das schnell einige Prozent im Jahr sein, und über viele Jahre frisst das einen großen Teil deiner Rendite auf.

Dauerhafte Absicherung

Für Privatanleger ist eine dauerhafte Absicherung deshalb meistens keine gute Lösung. Hältst du die Schwankungen nicht aus, senkst du besser deine Aktienquote. Das kostet keine Prämie, aber einen Teil der Renditechance, und es senkt die Schwankung direkt. Statt 80 Prozent Aktien und teurer Puts kannst du genauso gut 60 Prozent Aktien und mehr Tagesgeld halten.

Wann sie sinnvoll ist

Sinnvoll kann eine Absicherung in Sonderfällen sein: wenn du zu einem bekannten Termin Geld brauchst, etwa für den Hauskauf in sechs Monaten, oder wenn eine einzelne Aktie einen sehr großen Teil deines Vermögens ausmacht, zum Beispiel Aktien deines Arbeitgebers.

Zusammenfassung

  • Dauerhafte Absicherung kostet über die Jahre viel Rendite.
  • Eine niedrigere Aktienquote wirkt ähnlich und kostet keine Prämie, aber Renditechance.
  • Absicherung ist gerade dann am teuersten, wenn du sie am meisten willst.

Hast du es verstanden?

Warum kostet dauerhafte Absicherung Rendite?

Weil die erwartete Schwankung im Optionspreis im Schnitt über der tatsächlichen liegt und der Käufer diesen Unterschied bezahlt.

Gibt es eine Absicherung ohne Kosten?

Nein. Man kann nur verschieben, wann man gewinnt und wann man verliert, etwa indem man Gewinne nach oben begrenzt.

Was ist die einfachere Lösung für Privatanleger?

Dauerhaft eine niedrigere Aktienquote zu halten.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Dein Depot hat 40.000 €. Eine dauerhafte Absicherung mit Puts würde dich angenommen 3 Prozent pro Jahr kosten. Berechne die Prämie für ein Jahr und für zehn Jahre, ohne Zinseszins. Berechne dann zum Vergleich, wie viel Euro Aktien du verkaufen würdest, um die Aktienquote von 80 auf 60 Prozent zu senken, und schreibe auf, welchen Weg du für dich wählst.

Quellen und Weiterlesen

  • Eine Forschungsarbeit der US-Notenbank untersucht die Volatilitätsrisikoprämie, also die Differenz zwischen impliziter und realisierter Volatilität, die für dauerhafte Optionsabsicherung bezahlt wird. Quelle ansehen ↗

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