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Papertrading

Üben ohne echtes Geld hilft dir bei Abläufen und Regeln. Ob du Verluste aushältst, erfährst du dabei aber nicht, denn das Gefühl fehlt komplett.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du einschätzen, was du mit Papertrading lernst und was es nicht ersetzen kann.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Beim Papertrading handelst du mit Spielgeld zu echten Kursen. Fast jeder Anbieter hat so ein Demokonto, und für die ersten Wochen ist es sehr nützlich.

Wofür Demokonten taugen

Gut ist es, um die Ordermaske kennenzulernen, ohne dass Tippfehler Geld kosten. Um zu testen, ob du deine eigenen Regeln überhaupt einhältst. Und um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Gebühren und Spread ausmachen.

Was sie nicht testen

Nichts taugt es für die Frage, ob du Verluste aushältst. 200 € Spielgeld zu verlieren fühlt sich völlig anders an als 200 echte Euro. Wer im Demokonto ruhig bleibt, weiß noch nichts über sich. Tim war im Demokonto die Ruhe selbst. Beim ersten echten Minus von 80 € hat er seinen Stop verschoben, genau das, was er sich vorher verboten hatte.

Der praktische Weg

Deshalb ist der praktische Weg: ein paar Wochen Demokonto für die Abläufe, danach mit einem sehr kleinen echten Betrag weiter. Kleine echte Beträge lehren dich mehr als große ausgedachte.

Zusammenfassung

  • Ein Demokonto eignet sich für Abläufe und Regeln, nicht, um dich selbst einzuschätzen.
  • Die Ausführung im Demokonto ist meist zu günstig.
  • Kleine echte Beträge lehren mehr als große ausgedachte.

Hast du es verstanden?

Was lernst du im Demokonto nicht?

Wie du auf echte Verluste reagierst. Der Schmerz über Verluste entsteht nur bei echtem Geld.

Warum sehen Ergebnisse im Demokonto zu gut aus?

Weil Slippage, Teilausführungen und die Wirkung großer Orders auf den Preis meistens fehlen.

Wofür eignet sich Papertrading gut?

Um Abläufe, Regeln und das Führen eines Tagebuchs einzuüben.

Was andere dazu oft fragen

Erst mit Spielgeld üben oder gleich mit echtem Geld?

Erst üben ist sinnvoll, um Abläufe und Ordertypen kennenzulernen. Es fehlt aber das Gefühl echter Verluste. Viele wechseln danach auf sehr kleine echte Beträge, bevor sie mehr einsetzen.

Wie lange sollte ich üben?

Bis du deine Regeln über mindestens einige Dutzend Trades eingehalten hast. Eine feste Zeitspanne gibt es nicht.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Lege vor deinem ersten echten Trade schriftlich fest, was du tust, wenn dein Einsatz um fünf Prozent im Minus steht, zum Beispiel ob du den Stop verschiebst. Bestimme außerdem einen kleinen echten Betrag, dessen Verlust dir nicht wehtut, und notiere, wie viele Wochen Demokonto du dir vorher gibst.

Quellen und Weiterlesen

  • Die grundlegende Arbeit von Kahneman und Tversky (1979) in Econometrica zeigt, dass Verluste in der Wertfunktion deutlich stärker wiegen als gleich große Gewinne, ein Effekt, der an reale Vermögensänderungen gebunden ist und im Demokonto deshalb nicht auftritt. Quelle ansehen ↗

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