Zum Inhalt springen
Zerotoinvest

Sachwerte und Sammlerstücke

Uhren, Kunst, Wein und Oldtimer können im Wert steigen, sind aber illiquide, teuer im Handel und in ihren Renditeangaben systematisch geschönt.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Berichte über Sammlerstücke klingen fantastisch, weil immer nur von den Stücken berichtet wird, die teuer geworden sind. Die Uhren, die niemand mehr will, tauchen in keiner Statistik auf.

Dazu kommen die Kosten. Auktionshäuser nehmen häufig zweistellige Prozentsätze von Käufer und Verkäufer. Bei Lagerung, Versicherung und Pflege kommt weiteres hinzu.

Und der Handel dauert. Eine Aktie verkaufst du in Sekunden. Für ein Sammlerstück brauchst du einen Käufer, der genau dieses Stück will, und das kann Monate dauern oder im falschen Moment gar nicht klappen.

Als Leidenschaft ist das alles vollkommen in Ordnung. Als Geldanlage braucht es Fachkenntnis, die man sich über Jahre aneignet. Wer ohne diese Kenntnis kauft, bezahlt sie in der Regel mit Lehrgeld.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Renditestatistiken zu Sammlerstücken zeigen nur die Gewinner.
  • Handelskosten von zwanzig bis dreißig Prozent binden Jahre an Wertsteigerung.
  • Ohne Fachkenntnis ist der Informationsnachteil gegenüber dem Handel groß.

Hast du es verstanden?

Warum sind Renditeindizes für Sammlerstücke verzerrt?

Weil sie auf Wiederverkäufen beruhen. Stücke ohne Nachfrage tauchen darin nicht auf.

Wie hoch sind die Handelskosten bei Auktionen typischerweise?

Käuferaufgeld und Verkäuferprovision zusammen häufig zwanzig bis dreißig Prozent.

Was ist das Problem der Informationsasymmetrie hier?

Echtheit und Qualität sind schwer prüfbar. Der uninformierte Käufer trägt diese Unsicherheit.

Passt dazu

Wie es weitergeht

Nächste LektionAlle Anlageklassen im Vergleich