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Immobilien und REITs

Eine eigene Immobilie ist eine kreditfinanzierte Einzelposition mit Verwaltungsaufwand. REITs bieten Immobilienerträge in gestreuter, handelbarer Form, schwanken aber wie Aktien.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Die eigene Wohnung fühlt sich sicherer an als ein Depot, weil man sie anfassen kann. Rechnerisch ist sie das Gegenteil: eine einzelne, sehr große, meist kreditfinanzierte Position an einem einzigen Ort.

Dazu kommen Kosten, die in der Begeisterung oft fehlen: Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, Instandhaltung, Verwaltung, Leerstand. Zusammen können sie über die Jahre einen erheblichen Teil der Mietrendite aufzehren.

Das heißt nicht, dass Immobilien schlecht sind. Selbstgenutztes Wohneigentum hat einen Wert, der sich nicht in Rendite ausdrücken lässt: Man wohnt darin und ist im Alter mietfrei.

Wer Immobilienerträge ohne diesen Aufwand will, kann REITs kaufen, also börsengehandelte Gesellschaften, die Immobilien halten und die Mieterträge ausschütten. Der Preis dafür: Sie schwanken wie Aktien, weil sie welche sind.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Eine gekaufte Immobilie ist eine große, kreditfinanzierte Einzelposition.
  • Erwerbsnebenkosten müssen erst wieder verdient werden.
  • Direktimmobilien wirken stabiler, weil sie selten bewertet werden, nicht weil sie es sind.

Hast du es verstanden?

Warum ist die Bruttomietrendite irreführend?

Weil Erwerbsnebenkosten, Instandhaltung, Verwaltung und Leerstand fehlen. Erst die Nettomietrendite ist aussagekräftig.

Wann wirkt die Fremdfinanzierung gegen den Eigentümer?

Wenn der Kreditzins über der Objektrendite liegt, etwa bei einer teureren Anschlussfinanzierung.

Warum erscheinen Direktimmobilien stabiler als REITs?

Weil sie selten bewertet werden. Die Glättung ist ein Messeffekt, keine geringere Schwankung.

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