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Immobilien und REITs

Eine eigene Immobilie ist eine einzelne, sehr große Anlage, meist auf Kredit gekauft und mit viel Arbeit verbunden. REITs bringen dir Mieteinnahmen breit gestreut und jederzeit handelbar, schwanken aber wie Aktien.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du eine eigene Immobilie und einen REIT als Geldanlage gegeneinander abwägen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Die eigene Wohnung fühlt sich sicherer an als ein Depot, weil man sie anfassen kann. Nüchtern betrachtet ist sie das Gegenteil von Streuung: eine einzige, sehr große Anlage an einem einzigen Ort, meistens mit einem Kredit bezahlt.

Kosten der Vermietung

Dazu kommen Kosten, die in der Begeisterung gern untergehen. Nimm Markus. Er kauft eine Wohnung für 300.000 € und vermietet sie für 1.000 € kalt im Monat. Das klingt nach 4 Prozent Rendite. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler kosten ihn aber gut 36.000 € extra. Rechnet er Reparaturen, Verwaltung und ab und zu einen leeren Monat mit rund 2.500 € im Jahr ein, bleiben knapp 3 Prozent übrig, noch vor Steuern und Kreditzinsen.

Die selbst genutzte Wohnung

Schlecht sind Immobilien deshalb nicht. Eine Wohnung, in der du selbst lebst, hat einen Wert, der sich nicht in Rendite ausdrücken lässt. Du wohnst darin, und im Alter zahlst du keine Miete.

REITs als Alternative

Wer an Mieteinnahmen verdienen will, ohne sich um Handwerker und Mieter zu kümmern, kann REITs kaufen. Das sind Firmen an der Börse, die viele Immobilien besitzen und den Großteil der Mieten ausschütten. Der Preis dafür: Sie schwanken wie Aktien, weil sie welche sind.

Zusammenfassung

  • Eine gekaufte Immobilie ist eine große Einzelanlage, meist auf Kredit.
  • Kaufnebenkosten musst du erst wieder hereinholen.
  • Eigene Immobilien wirken stabiler, weil sie selten bewertet werden, nicht weil sie weniger schwanken.
  • Häufiger Fehler: die Rendite nur an der Miete messen und Reparaturen und Leerstand vergessen.

Hast du es verstanden?

Warum führt die Bruttomietrendite in die Irre?

Weil Kaufnebenkosten, Reparaturen, Verwaltung und Leerstand fehlen. Erst die Nettomietrendite sagt etwas aus.

Wann wirkt der Kredit gegen den Eigentümer?

Wenn der Kredit mehr kostet, als die Immobilie einbringt, etwa bei einer teureren Anschlussfinanzierung.

Warum wirken eigene Immobilien stabiler als REITs?

Weil sie selten bewertet werden. Das ist ein Messeffekt. Sie schwanken deshalb nicht weniger.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Eine Wohnung kostet 250.000 €, die Kaltmiete liegt bei 800 € im Monat. Berechne die Bruttomietrendite. Rechne dann noch einmal mit 12 Prozent Kaufnebenkosten und 2.000 € im Jahr für Reparaturen, Verwaltung und Leerstand und notiere, was als Rendite übrig bleibt. Schreibe in einem Satz auf, was dir die zweite Zahl über die erste sagt.

Quellen und Weiterlesen

  • Eine von Nareit unterstützte Analyse (CEM Benchmarking) zeigt, dass sich die Renditen von REITs und Direktimmobilien erst dann stark annähern (Korrelation von rund 0,90), wenn die durch seltene Bewertungen verursachte Verzögerung in den Daten herausgerechnet wird, ein Hinweis auf die geglättete Bewertung von Direktimmobilien. Quelle ansehen ↗

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