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Trendlinien und Kanäle

Eine Trendlinie verbindet aufeinanderfolgende Tiefs oder Hochs. Sie hilft, Ordnung in einen Chart zu bringen, lässt sich aber leicht so zeichnen, dass sie zur eigenen Meinung passt.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du eine Trendlinie einzeichnen und einschätzen, wo ihre Grenzen liegen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Du verbindest zwei Tiefpunkte mit einer Linie und verlängerst sie nach rechts. Berührt der Kurs sie später wieder und dreht dort nach oben, gilt die Linie als bestätigt. Zwei parallele Linien bilden einen Kanal.

Das Problem mit Trendlinien

Das ist ein brauchbares Werkzeug, um Ordnung in ein Bild zu bringen. Es hat nur ein Problem, das du kennen solltest: Du entscheidest, welche Punkte du verbindest.

Zu viele mögliche Linien

Bei zwanzig Kerzen gibt es sehr viele mögliche Linien. Wer lange genug sucht, findet meist eine, die gut aussieht. Deshalb wirkt Chartanalyse im Rückblick überzeugender als im laufenden Markt.

Ein einfacher Test

Ein einfacher Test hilft. Zeichne die Linie und deck dann die rechte Hälfte des Charts mit der Hand ab. Hättest du die Linie ohne dieses Wissen genauso gezogen? Wenn nicht, hast du das Ergebnis schon in die Linie eingebaut.

Zusammenfassung

  • Du wählst die Punkte aus, und genau darin steckt die Schwäche.
  • Lineare und logarithmische Skala ergeben verschiedene Linien.
  • Ohne vorher festgelegte Regeln ist es eine Darstellung, keine Methode.

Hast du es verstanden?

Warum wirkt Chartanalyse im Rückblick überzeugender?

Weil die Linien ausgewählt werden, nachdem man das Ergebnis schon kennt. Das ist Overfitting.

Welche Rolle spielt die Skalierung?

Eine Linie, die auf linearer Skala gerade ist, ist auf logarithmischer gekrümmt. Beide Darstellungen führen zu anderen Aussagen.

Was macht aus einer Trendlinie eine prüfbare Methode?

Vorher festgelegte Regeln für Hoch und Tiefpunkte, Berührungen, Toleranz, Skala und Bruch.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Öffne einen Chart deiner Wahl, zeichne eine Trendlinie durch zwei Tiefs und deck die rechte Hälfte mit der Hand ab. Hättest du die Linie ohne das Wissen um den Rest genauso gezogen? Rechne außerdem nach, wie viele Verbindungen zwischen zwei Punkten es bei 12 Tiefpunkten gibt.

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