Gebühren-Langzeitrechner
Ein Prozent Gebühr klingt nach nichts. Über dreißig Jahre ist es einer der größten Posten in deiner Rechnung. Hier siehst du, wie groß.
So wird gerechnet
Was wird berechnet?
Wie viel laufende Kosten (etwa die jährlichen Fondskosten (TER)) über die Jahre vom möglichen Endwert aufzehren.
Deine Eingaben
- Startkapital und monatliche Sparrate: wie im Zinseszins-Rechner, Einzahlung am Monatsanfang.
- Rendite vor Kosten pro Jahr: die angenommene Wertentwicklung, bevor Kosten abgehen.
- Laufende Kosten pro Jahr in Prozent: etwa die Gesamtkostenquote eines Fonds.
- Laufzeit: in Jahren.
Die Rechnung
Der Rechner rechnet den Sparplan zweimal mit der Zinseszinsformel (monatliche Verzinsung): einmal mit der Rendite, einmal mit Rendite minus Kosten.
Endwert ohne Kosten = Sparplanformel mit Rendite
Endwert mit Kosten = Sparplanformel mit (Rendite − Kosten)
Aufgezehrt = ohne − mit
Anteil = aufgezehrt ÷ Endwert ohne Kosten
Vereinfachung: Die Kosten werden direkt von der Jahresrendite abgezogen (7 % − 1,5 % = 5,5 %), statt jeden Monat als Betrag vom Depot. Das kommt der Wirkung laufender Fondskosten sehr nahe. Einmalige Kosten wie Ordergebühren sind nicht enthalten: dafür gibt es den Brokerkosten-Rechner. Keine Steuern, keine Inflation.
Was das Ergebnis bedeutet
Laufende Kosten wirken auf das ganze Vermögen, auch auf die Erträge früherer Jahre. Deshalb wächst der aufgezehrte Anteil mit der Laufzeit, ein scheinbar kleiner Prozentsatz wird über Jahrzehnte zu einem großen Betrag.
Beispiel
Voreinstellung: 10.000 € Startkapital, 200 € im Monat, 7 % Rendite, 1,5 % Kosten, 30 Jahre. Ohne Kosten: rund 326.582 €. Mit Kosten, also mit 5,5 % gerechnet: rund 235.434 €. Aufgezehrt: 91.149 €, das sind 27,9 % des möglichen Endwerts.
Berücksichtigt werden laufende Kosten in Prozent des Vermögens. Einmalige Kauf- und Verkaufsgebühren kommen zusätzlich hinzu.