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Alle Gebühren, die dich Rendite kosten

Die Ordergebühr, die du siehst, ist nur ein Teil. Laufende Fondskosten, Depotgebühren, Aufschläge bei Fremdwährungen und der Spread wirken oft stärker, weil sie immer wieder anfallen.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du abschätzen, was eine Geldanlage dich wirklich kostet, und nicht nur die sichtbare Ordergebühr.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Es gibt zwei Sorten Kosten: einmalige beim Kauf und Verkauf und laufende, die jedes Jahr auf dein ganzes Vermögen wirken. Die zweite Sorte ist die gefährlichere.

Einmalige und laufende Kosten

Einmalig sind die Ordergebühr, das Entgelt des Handelsplatzes, der Spread und bei manchen Produkten ein Ausgabeaufschlag. Laufend sind die Fondskosten, Depotgebühren und Aufschläge bei Fremdwährungen. Wer kurzfristig handelt, zahlt die Ordergebühren bei jedem Ein und Ausstieg. Dort entscheidet oft schon die Art der Order, wie viel es kostet. Mehr dazu in der Lektion Maker, Taker und Funding.

Der Unterschied in Zahlen

Der Unterschied ist gewaltig. Fünf Euro Ordergebühr sind fünf Euro. Ein Prozent laufende Kosten sind bei 50.000 € im Depot 500 € im Jahr, und dieser Betrag wächst mit deinem Vermögen mit.

Wirkung über dreißig Jahre

Über dreißig Jahre kann ein Prozentpunkt laufender Kosten ungefähr ein Viertel deines Endvermögens auffressen. Deshalb lohnt sich hier genaues Hinsehen mehr als bei allem anderen.

Was ein Prozent Gebühr über 30 Jahre kostet. Gleiche Einzahlung, gleiche Rendite vor Kosten. Der Unterschied ist die Kostenquote.236k €0,2 % Kosten184k €1,5 % Kosten−52k €Differenzzerotoinvest.com
Was ein Prozent Gebühr über 30 Jahre kostet Gleiche Einzahlung, gleiche Rendite vor Kosten. Der Unterschied ist die Kostenquote.
Daten als Text

Bei 0,2 Prozent Kosten stehen nach 30 Jahren 236.000 Euro zur Verfügung, bei 1,5 Prozent Kosten 184.000 Euro. Die Differenz beträgt 52.000 Euro.

Zusammenfassung

  • Laufende Kosten wirken auf dein ganzes, wachsendes Vermögen.
  • Ein Prozentpunkt über dreißig Jahre kostet ungefähr ein Viertel des Endwerts.
  • Die tatsächliche Abweichung vom Index sagt mehr als die Kostenquote.

Hast du es verstanden?

Welche Kosten wiegen langfristig schwerer?

Die laufenden Kosten, weil sie jedes Jahr auf dein ganzes wachsendes Vermögen wirken.

Warum reicht die Kostenquote allein nicht?

Weil die Handelskosten im Fonds und steuerliche Effekte darin nicht enthalten sind.

Wann fallen Aufschläge für Fremdwährungen an?

Beim Kauf und Verkauf und bei jeder Ausschüttung in fremder Währung.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Rechne aus, was 0,8 Prozent laufende Kosten bei 50.000 € pro Jahr in Euro kosten. Prüfe dann im Gebührenrechner mit 50.000 € Startkapital, 0 € Sparrate und 7 Prozent Rendite vor Kosten, was dieselbe Quote über 30 Jahre vom Endergebnis abzieht, und schreibe beide Zahlen nebeneinander auf.

Quellen und Weiterlesen

  • Der jährliche Marktbericht der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA zu Kosten und Performance von Anlageprodukten für Privatanleger dokumentiert, wie laufende Kosten die Nettorendite über die Haltedauer hinweg schmälern. Quelle ansehen ↗

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