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Perpetuals

Perpetual Futures (kurz Perpetuals) sind Krypto-Futures ohne Verfallsdatum. Eine wiederkehrende Finanzierungsrate hält ihren Preis nah am Markt und ist eine laufende Kostenposition, die viele übersehen.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-09

Ein normaler Future hat ein festes Verfallsdatum, an dem die Position glattgestellt wird. Ein Perpetual dagegen läuft unbegrenzt weiter, solange du Margin und Positionsgröße im erlaubten Rahmen hältst. Auf Krypto-Börsen ist er das mit Abstand meistgehandelte Hebelprodukt.

Weil es kein Verfalldatum gibt, braucht es einen anderen Mechanismus, damit der Perpetual-Preis nicht vom tatsächlichen Marktpreis (dem Spotpreis) wegdriftet: die Finanzierungsrate. Meist alle acht Stunden zahlt die Seite mit dem Mehrheitsinteresse (long oder short) einen kleinen Betrag an die Gegenseite.

Diese Zahlung ist unabhängig davon, ob deine Position im Gewinn oder Verlust liegt, und wird direkt von deinem Kontostand abgebucht. Bei stark einseitig positionierten Märkten, etwa in ausgeprägten Trendphasen, kann sich das über Tage zu einer spürbaren Kostenposition summieren.

Hinzu kommt der auf Krypto-Börsen oft sehr hohe angebotene Hebel, teils 50-fach oder mehr. In Kombination mit der ohnehin hohen Schwankung vieler Kryptowerte führt das zu besonders häufigen Liquidationen.

Zusammenfassung

  • Perpetuals haben kein Verfallsdatum, dafür eine wiederkehrende Finanzierungsrate.
  • Diese Rate ist eine laufende Kostenposition, unabhängig vom Handelserfolg.
  • Hoher angebotener Hebel führt bei Kryptowerten besonders häufig zu Liquidationen.

Hast du es verstanden?

Was unterscheidet einen Perpetual von einem klassischen Future?

Der Perpetual hat kein Verfallsdatum. Statt einer Fälligkeit sorgt eine wiederkehrende Finanzierungsrate dafür, dass sein Preis nah am Spotpreis bleibt.

Wer zahlt die Finanzierungsrate?

Die Seite mit dem Mehrheitsinteresse zahlt an die Gegenseite, meist mehrmals täglich, unabhängig davon, ob die Position im Gewinn oder Verlust liegt.

Warum sind Perpetuals besonders liquidationsanfällig?

Weil Börsen dort oft sehr hohen Hebel anbieten und die zugrunde liegenden Kryptowerte selbst schon stark schwanken.

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