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Zerotoinvest

Liquidation

Bei einer Liquidation schließt der Anbieter deine gehebelte Position zwangsweise, weil die Sicherheit nicht mehr reicht. Das passiert automatisch, ohne Rückfrage und meist im schlechtesten Moment.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wer mit Hebel handelt, hinterlegt eine Sicherheit. Sinkt der Wert der Position so weit, dass diese Sicherheit die Verluste nicht mehr deckt, schließt das System die Position automatisch. Das ist die Liquidation.

Entscheidend ist die Automatik. Es gibt keinen Anruf, keine Bedenkzeit und keine Möglichkeit, kurz auszusetzen. Eine Bewegung um drei Uhr nachts genügt, und du wachst mit einem leeren Konto auf.

Besonders tückisch sind Kaskaden. Wenn viele gehebelte Positionen gleichzeitig geschlossen werden, entsteht Verkaufsdruck, der den Kurs weiter drückt und die nächste Welle auslöst. Deshalb fallen Kryptomärkte manchmal in Minuten zweistellig.

Das Gegenmittel ist unspektakulär: weniger Hebel. Ein Nachschießen von Sicherheiten im laufenden Verlust verlängert nur den Weg und erhöht den möglichen Schaden. Wer öfter nachschießen muss, hat kein Pech, sondern eine zu große Position.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Die Liquidation läuft automatisch, ohne Rückfrage und ohne Bedenkzeit.
  • Die tatsächliche Schwelle liegt näher am Einstieg als die einfache Rechnung.
  • Ob eine Nachschusspflicht besteht, ist die wichtigste Produktfrage überhaupt.

Hast du es verstanden?

Warum liegt die tatsächliche Liquidationsschwelle näher am Einstieg als 1 geteilt durch den Hebel?

Weil Finanzierungskosten, Gebühren und der Erhaltungsspielraum zusätzlich abgezogen werden.

Was bedeutet eine Nachschusspflicht?

Dass Forderungen über den eingesetzten Betrag hinaus entstehen können.

Wie entsteht eine Liquidationskaskade?

Zwangsverkäufe drücken den Preis, wodurch weitere Positionen ihre Schwelle erreichen und ebenfalls geschlossen werden.

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