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Eine Bilanz lesen

Die Bilanz zeigt, was ein Unternehmen besitzt und wie es finanziert ist. Vier Posten reichen für einen ersten Eindruck: Vermögen, Schulden, Eigenkapital und liquide Mittel.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Eine Bilanz hat zwei Seiten, die immer gleich groß sind. Links steht, was die Firma besitzt. Rechts steht, wem das gehört: teils Gläubigern als Schulden, teils den Eigentümern als Eigenkapital.

Für einen ersten Eindruck reichen vier Zahlen. Wie hoch ist das Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtvermögen? Wie viel Bargeld ist da? Wie hoch sind die Schulden? Und wie viel davon wird im nächsten Jahr fällig?

Eine hohe Eigenkapitalquote bedeutet, dass die Firma einen schlechten Zeitraum überstehen kann, ohne von Kreditgebern abhängig zu sein. Eine niedrige bedeutet das Gegenteil, was in guten Zeiten die Rendite erhöht und in schlechten gefährlich wird.

Zwei Dinge stehen nicht in der Bilanz und sind trotzdem wichtig: der Gewinn, der steht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Und der tatsächliche Geldfluss, der steht in der Kapitalflussrechnung. Erst zusammen ergeben die drei ein Bild.

Die beiden Seiten einer Bilanz. Links steht, was die Firma besitzt. Rechts, wem es gehört. Beide Seiten sind immer gleich groß.VermögenHerkunftAnlagen und MaschinenVorräte und ForderungenBargeldEigenkapitallangfristige Schuldenkurzfristige Schulden=
Die beiden Seiten einer Bilanz Links steht, was die Firma besitzt. Rechts, wem es gehört. Beide Seiten sind immer gleich groß.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Eigenkapitalquote zeigt, wie gut eine Firma schlechte Zeiten übersteht.
  • Fristigkeiten sind wichtiger als die reine Höhe der Schulden.
  • Ergebnis deutlich über dem operativen Zahlungsfluss ist ein Warnzeichen.

Hast du es verstanden?

Wie lautet die Bilanzgleichung?

Vermögen gleich Schulden plus Eigenkapital. Beide Seiten sind immer gleich groß.

Warum reicht die Höhe der Schulden allein nicht?

Weil die Fristigkeit entscheidet. Kurzfristig Fälliges muss kurzfristig verfügbarem Vermögen gegenüberstehen.

Was ist ein etabliertes Warnzeichen in den Zahlen?

Ein ausgewiesenes Ergebnis, das dauerhaft deutlich über dem operativen Zahlungsfluss liegt.

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