Die Handelsoberfläche verstehen
Chart, Orderbuch, Positionsübersicht und Ordermaske sind überall ähnlich aufgebaut. Wer weiß, was er sieht, macht deutlich weniger Fehler bei der Eingabe.
Vier Bereiche findest du fast überall. Der Chart zeigt die Kursentwicklung. Das Orderbuch zeigt, wer gerade zu welchem Preis kaufen und verkaufen will. Die Ordermaske ist das Eingabefeld. Die Positionsübersicht zeigt, was du besitzt.
Im Orderbuch stehen links die Kaufangebote und rechts die Verkaufsangebote. Der höchste Kaufpreis und der niedrigste Verkaufspreis stehen sich gegenüber. Die Lücke dazwischen ist der Spread, und den zahlst du bei jedem sofortigen Kauf mit.
In der Positionsübersicht steht meist ein unrealisiertes Ergebnis. Diese Zahl ändert sich ständig und ist noch nichts. Sie wird erst echt, wenn du verkaufst. Viele Anfänger reagieren emotional auf eine Zahl, die noch gar nicht existiert.
Ein praktischer Rat für die ersten Wochen: Schließ die Positionsübersicht, wenn du sie nicht brauchst. Ständiges Draufschauen führt zu ständigem Handeln, und ständiges Handeln kostet Geld.
Das Orderbuch ist nach Preis und Zeit sortiert. Sichtbar ist die Markttiefe, also das kumulierte Volumen je Preisstufe. Sie ist ein Momentaufnahme und keine Zusage: Orders können jederzeit zurückgezogen werden, und ein erheblicher Teil des angezeigten Volumens verschwindet bei Annäherung des Preises.
Die Ordermaske unterscheidet zwischen dem Ordertyp, der Gültigkeitsdauer und Zusatzbedingungen. Fehler entstehen typischerweise an drei Stellen: Verwechslung von Stückzahl und Ordervolumen, Verwechslung von Limit- und Stop-Preis sowie eine Gültigkeit, die kürzer oder länger als beabsichtigt gewählt wird. Eine Kontrolle der Ordervorschau vor Absenden verhindert den größten Teil davon.
Die angezeigten Kurse sind je nach Anbieter Referenzkurse eines bestimmten Handelsplatzes und nicht notwendig der Preis, zu dem deine Order ausgeführt wird. Bei außerbörslichem Handel stellt der Anbieter eigene Kurse, die von Referenzkursen abweichen können. Für die Bewertung der Ausführungsqualität ist deshalb der Vergleich mit einem unabhängigen Referenzkurs zur Ausführungszeit maßgeblich.
Drei Sätze zum Mitnehmen
- Der Spread steht im Orderbuch zwischen bestem Kauf- und Verkaufsangebot.
- Das unrealisierte Ergebnis ist noch kein Ergebnis.
- Die Ordervorschau vor dem Absenden verhindert die meisten Eingabefehler.
Hast du es verstanden?
Was zeigt die Markttiefe im Orderbuch?
Das kumulierte Volumen je Preisstufe als Momentaufnahme. Orders können jederzeit zurückgezogen werden.
Warum ist das unrealisierte Ergebnis irreführend?
Weil es sich laufend ändert und erst beim Verkauf zu einem tatsächlichen Ergebnis wird.
Ist der angezeigte Kurs dein Ausführungspreis?
Nicht zwingend. Je nach Handelsplatz und Anbieter können angezeigter und ausgeführter Preis abweichen.
Passt dazu
- Spread, Slippage und LiquiditätStufe 1
- Einen seriösen Broker findenStufe 1
- Broker vergleichenStufe 1