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Was eine Börse ist

Eine Börse ist ein geregelter Marktplatz, der Kauf- und Verkaufsangebote zusammenführt. Du kaufst nicht von der Firma, sondern von einem anderen Anleger, der gerade verkaufen will.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Die meisten stellen sich die Börse als Ort vor, an dem Firmen Aktien verkaufen. Das stimmt nur beim allerersten Mal, beim Börsengang. Danach handeln Anleger untereinander.

Wenn du eine Aktie kaufst, bekommt die Firma davon keinen Cent. Dein Geld geht an denjenigen, der die Aktie vorher hatte. Die Börse sorgt nur dafür, dass ihr euch findet und dass der Handel geregelt abläuft.

Der Preis entsteht dabei aus dem, was Käufer höchstens zahlen und Verkäufer mindestens nehmen wollen. Treffen sich beide Zahlen, kommt ein Handel zustande. Der letzte solche Handel ist der Kurs, den du siehst.

Deshalb ist der Kurs kein Urteil über die Firma, sondern das Ergebnis der letzten Einigung zwischen zwei Menschen oder zwei Computerprogrammen. Auf lange Sicht orientiert er sich am Zustand der Firma. Auf kurze Sicht oft überhaupt nicht.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Beim Aktienkauf zahlst du an einen anderen Anleger, nicht an die Firma.
  • Der Kurs ist der letzte zustande gekommene Handel, keine Bewertung.
  • Der Spread ist eine Gebühr, die nicht als Gebühr ausgewiesen wird.

Hast du es verstanden?

Bekommt ein Unternehmen Geld, wenn du seine Aktie kaufst?

Nur beim Börsengang oder einer Kapitalerhöhung. Im normalen Handel geht dein Geld an den bisherigen Eigentümer.

Was sagt der angezeigte Kurs genau aus?

Zu welchem Preis zuletzt gehandelt wurde. Er sagt nicht, dass beliebige Mengen zu diesem Preis handelbar wären.

Warum reicht der Vergleich der Ordergebühr nicht aus?

Weil der Spread und die Ausführungsqualität zusätzliche, nicht ausgewiesene Kosten verursachen.

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