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Rebalancing

Beim Rebalancing stellst du deine ursprüngliche Aufteilung wieder her. Du verkaufst etwas von dem, was gestiegen ist, und kaufst von dem, was gefallen ist. Es dient dazu, dein Risiko im Griff zu behalten, und nicht dazu, mehr Rendite zu holen.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du ein Depot durch Rebalancing wieder auf seine ursprüngliche Aufteilung bringen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Startest du mit 70 Prozent Aktien, hast du nach ein paar guten Jahren vielleicht 80 Prozent. Du hast nichts getan, und trotzdem ist dein Risiko deutlich gestiegen.

Zurück zur Zielgewichtung

Rebalancing heißt, wieder auf 70 Prozent zurückzugehen. Ein Beispiel: Moritz hat 12.000 € in Aktien und 3.000 € in Anleihen, zusammen 15.000 €. Die Aktien machen also 80 Prozent aus. Um wieder bei 70 Prozent zu landen, verkauft er Aktien für 1.500 € und kauft dafür Anleihen. Danach hat er 10.500 € in Aktien und 4.500 € in Anleihen. Das fühlt sich falsch an, weil er ausgerechnet das verkauft, was gut lief. Genau darum geht es.

Zweck des Rebalancings

Der Zweck ist, dein Risiko im Griff zu behalten. Rebalancing sorgt dafür, dass dein Depot auch nach zehn Jahren noch so riskant ist, wie du es einmal beschlossen hast, und nicht mehr.

Wie oft

Wie oft? Einmal im Jahr reicht, oder wenn ein Teil mehr als etwa fünf Prozentpunkte von seinem Ziel abweicht. Häufiger bringt kaum etwas und kostet Gebühren und vielleicht Steuern.

Zusammenfassung

  • Rebalancing hält dein Risiko gleich, mehr Rendite bringt es nicht.
  • Einmal im Jahr oder bei fünf Prozentpunkten Abweichung reicht.
  • Solange du einzahlst, erledigst du es über neues Geld und sparst Kosten.

Hast du es verstanden?

Was passiert ohne Rebalancing?

Die Gewichtung verschiebt sich zur Anlage mit der höheren Rendite, und das Risiko steigt, ohne dass du es wolltest.

Bringt Rebalancing immer mehr Rendite?

Nein. Laufen Trends lange in eine Richtung, kostet es Rendite, weil die stärkere Anlage immer wieder verkleinert wird.

Wie setzt du es günstig um?

Indem du neues Geld in den Teil steckst, der gerade zu klein ist, statt etwas zu verkaufen.

Was andere dazu oft fragen

Wie oft sollte ich rebalancen?

Einmal im Jahr reicht meist. Alternativ, wenn eine Anlageklasse um mehr als etwa fünf Prozentpunkte vom Ziel abweicht. Häufiger kostet vor allem Gebühren und eventuell Steuern.

Muss ich dafür verkaufen?

Nicht unbedingt. Oft reicht es, neue Sparraten in den Teil zu lenken, der zu klein geworden ist.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Dein Depot hat 20.000 €, das Ziel sind 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen. Aktuell liegen 14.000 € in Aktien. Berechne die aktuelle Aufteilung und wie viel Euro du umschichten müsstest. Trage dann deine eigene Aufteilung in das Portfolio Röntgenbild ein und lege fest, ab wie vielen Prozentpunkten Abweichung du handeln würdest.

Quellen und Weiterlesen

  • Vanguards Einordnung zu kalenderbasiertem und schwellenbasiertem Rebalancing zeigt, dass die Unterschiede zwischen beiden Ansätzen gering sind, während die Kosten mit der Häufigkeit steigen. Quelle ansehen ↗

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