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Verlustquoten bei CFDs

Analysen europäischer Aufsichtsbehörden ergaben, dass typischerweise 74 bis 89 Prozent der Privatkundenkonten mit CFDs Geld verlieren. Die Angabe steht seither verpflichtend in jeder Werbung.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Diese Zahl ist deshalb so aussagekräftig, weil sie nicht von Kritikern stammt, sondern aus Auswertungen der nationalen Aufsichtsbehörden und weil die Anbieter sie selbst veröffentlichen müssen.

Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA fasste 2018 die Analysen der nationalen Behörden zusammen: Über verschiedene EU-Länder hinweg verloren typischerweise zwischen 74 und 89 Prozent der Privatkundenkonten mit CFDs Geld. Der durchschnittliche Verlust je Kunde lag je nach Land zwischen 1.600 und 29.000 Euro.

Als Folge gelten seither Hebelobergrenzen für Privatkunden, ein Schutz vor negativem Kontosaldo und die Pflicht, in jeder Werbung anzugeben, welcher Anteil der eigenen Privatkunden in den letzten zwölf Monaten Geld verloren hat.

Diese Angabe findest du auf jeder CFD-Werbung. Lies sie einmal bewusst. Kein anderes Finanzprodukt muss dir vorab mitteilen, wie viele seiner Kunden damit verlieren.

Ab welcher Bewegung der Einsatz weg ist. Hundert geteilt durch den Hebel. Bei Hebel 20 genügen fünf Prozent Kursverlust.100 %50 %20 %10 %10×5 %20×2 %50×1 %100×HebelKursverlust bis zum Totalverlust
Ab welcher Bewegung der Einsatz weg ist Hundert geteilt durch den Hebel. Bei Hebel 20 genügen fünf Prozent Kursverlust.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • 74 bis 89 Prozent der Privatkundenkonten verlieren mit CFDs Geld.
  • Die Zahl stammt von den Aufsichtsbehörden und den Anbietern selbst.
  • Da nur zwölf Monate betrachtet werden, ist sie eher eine Unter- als eine Obergrenze.

Hast du es verstanden?

Woher stammt die Spanne von 74 bis 89 Prozent?

Aus Analysen der nationalen Aufsichtsbehörden, zusammengefasst von der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA.

Welche Maßnahmen folgten daraus?

Hebelobergrenzen, eine Glattstellungsregel, Schutz vor negativem Kontosaldo, Anreizbeschränkungen und die Pflichtangabe der Verlustquote.

Warum ist die Quote eher eine Untergrenze?

Weil sie nur zwölf Monate betrachtet. Über längere Zeiträume steigt der Anteil der Konten mit Verlusten.

Quellen und Weiterlesen

  • ESMA, Pressemitteilung vom 27. März 2018 zu Produktinterventionsmaßnahmen bei CFDs und binären Optionen, esma.europa.eu

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