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Pairs Trading und statistische Arbitrage

Man handelt zwei Wertpapiere, die sich normalerweise ähnlich bewegen, sobald sie auseinanderlaufen, und hofft, dass sich der Abstand wieder schließt. Das war lange gut belegt. Seit den frühen 2000er Jahren bringt es aber deutlich weniger.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-09

Beim Pairs Trading suchst du dir zwei Wertpapiere, die sich normalerweise sehr ähnlich bewegen, etwa Coca Cola und Pepsi. Laufen sie ungewöhnlich weit auseinander, kaufst du das, was gerade günstiger ist, und verkaufst das teurere leer. Du hoffst, dass sich der Abstand wieder schließt, egal ob der ganze Markt steigt oder fällt.

Die grundlegende Studie dazu stammt von den Ökonomen Evan Gatev, William Goetzmann und Geert Rouwenhorst. Sie testeten die Strategie mit täglichen Kursen von 1962 bis 2002 und fanden für die besten Paare eine deutliche Mehrrendite pro Jahr, auch nach vorsichtig geschätzten Handelskosten.

Wichtig ist der Blick darauf, wie sich das über die Zeit entwickelt hat. Schon die Autoren selbst stellten fest, dass es in den letzten Jahren ihrer Untersuchung weniger brachte. Spätere Studien mit Daten bis 2009 fanden einen weiteren deutlichen Rückgang. Ein Grund: Immer mehr Geld floss in ähnliche Strategien, und die Abweichungen wurden dadurch kleiner und kürzer.

Das ist ein Lehrbuchbeispiel für ein Muster, das bei vielen Strategien wiederkehrt: Ein Effekt wird entdeckt, veröffentlicht und von immer mehr Profis genutzt, und dadurch schwächt er sich selbst ab. Was in den sechziger Jahren eine verlässliche Einnahmequelle war, ist heute ein hart umkämpftes Feld spezialisierter Hedgefonds mit extrem schneller Technik.

Warum Pairs Trading heute schwieriger ist. Annualisierte Überrendite der besten Paare. Mit wachsender Konkurrenz durch Kapital sank sie deutlich.11 %/Jahr1962 bis 2002Gatev, Goetzmann, Rouwenhorst (2006)6,2 %/Jahrletzte 20 JahreZhu (2024)zerotoinvest.com
Warum Pairs Trading heute schwieriger ist Mehrrendite pro Jahr bei den besten Paaren. Mit wachsender Konkurrenz sank sie deutlich.
Daten als Text

Die Mehrrendite der besten Paare lag von 1962 bis 2002 bei 11 Prozent pro Jahr (Gatev, Goetzmann, Rouwenhorst, 2006) und in den letzten 20 Jahren bei 6,2 Prozent pro Jahr (Zhu, 2024).

Zusammenfassung

  • Pairs Trading setzt darauf, dass zwei eng verwandte Wertpapiere zu ihrem üblichen Abstand zurückkehren.
  • Die ursprüngliche Studie fand deutliche Mehrrenditen über vierzig Jahre bis 2002.
  • Spätere Studien zeigen einen klaren Rückgang, vermutlich wegen wachsender Konkurrenz.

Hast du es verstanden?

Was ist die Grundidee von Pairs Trading?

Zwei eng verwandte Wertpapiere zu handeln, sobald sie ungewöhnlich weit auseinanderlaufen, und darauf zu setzen, dass sie zu ihrem üblichen Abstand zurückkehren.

Was fanden Gatev, Goetzmann und Rouwenhorst für den Zeitraum 1962 bis 2002?

Für die besten Paare rund elf Prozent Mehrrendite im Jahr, auch nach vorsichtig geschätzten Handelskosten.

Worauf führen Do und Faff den Rückgang der Profitabilität nach 2002 überwiegend zurück?

Darauf, dass immer mehr Paare nicht wieder zusammenlaufen.

Quellen und Weiterlesen

  • Gatev, E., Goetzmann, W. N. und Rouwenhorst, K. G. (2006), Pairs Trading: Performance of a Relative-Value Arbitrage Rule, Review of Financial Studies Quelle ansehen ↗
  • Do, B. und Faff, R. (2010), Does Simple Pairs Trading Still Work?, Financial Analysts Journal

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