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Zerotoinvest

Angst und Gier

Die beiden stärksten Kräfte am Markt sitzen nicht im Chart, sondern im Kopf. Sie sorgen dafür, dass Menschen systematisch teuer kaufen und billig verkaufen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wenn alles steigt und überall davon berichtet wird, fühlt sich Kaufen sicher an. Wenn alles fällt und Panik herrscht, fühlt sich Verkaufen vernünftig an. Genau umgekehrt wäre es richtig.

Das ist kein Charakterfehler, sondern Biologie. Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, sich der Gruppe anzuschließen und Gefahren zu meiden. In der Steppe hat das Leben gerettet. An der Börse kostet es Geld.

Deshalb hilft es wenig, sich vorzunehmen, ruhig zu bleiben. Im Moment der Panik funktioniert kein Vorsatz. Was funktioniert, sind Entscheidungen, die vorher getroffen wurden, als es ruhig war.

Praktisch bedeutet das: Sparplan statt Kaufentscheidung. Feste Regeln statt Tagesform. Und ein aufgeschriebener Satz für den Krisenfall, den du im Rückgang liest, statt neu nachzudenken.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Kaufen fühlt sich am besten an, wenn es am teuersten ist.
  • Vorsätze halten im Moment der Panik nicht, Automatismen schon.
  • Schreib deine Regeln auf, solange es ruhig ist.

Hast du es verstanden?

Warum versagen gute Vorsätze in einer Krise?

Weil unter Unsicherheit, Zeitdruck und Erregung das schnelle, affektgetriebene System dominiert.

Was ist die Renditelücke bei Fondsanlegern?

Anleger erzielen weniger als ihr eigener Fonds, weil sie prozyklisch kaufen und verkaufen.

Warum wirken automatisierte Sparpläne?

Weil sie die Handlungsoption entfernen, statt zu verlangen, dass man die Emotion beherrscht.

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