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FOMO

Die Angst, etwas zu verpassen, ist ein häufiger Grund, zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen: dann, wenn eine Bewegung schon gelaufen ist.

Lernziel: Nach dieser Lektion erkennst du FOMO in deiner eigenen Kaufentscheidung, bevor sie dich zum ungünstigsten Zeitpunkt einsteigen lässt.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

FOMO fühlt sich nicht wie Gier an. Es fühlt sich an wie Vernunft. Alle verdienen gerade Geld, du stehst daneben, und es kommt dir fast leichtsinnig vor, nicht mitzumachen.

Das Problem des Zeitpunkts

Das Problem ist der Zeitpunkt. Damit du überhaupt davon hörst, muss die Bewegung schon groß genug gewesen sein, um aufzufallen. Du steigst also oft spät ein. Ist ein Kurs in ein paar Tagen um 80 Prozent gestiegen und du hörst jetzt zum ersten Mal davon, ist der größte Teil meistens schon vorbei.

Verzerrte Wahrnehmung

Dazu kommt eine Verzerrung. Du siehst die Gewinne der anderen, weil sie darüber reden. Die Verluste siehst du nicht, weil niemand sie postet. Dein Bild vom Markt ist deshalb zu rosig.

Wartefrist als Gegenmittel

Das beste Gegenmittel ist eine Wartefrist. Willst du unbedingt etwas kaufen, schreib es auf und warte eine Woche. Nach einer Woche ist die Aufregung weg, und du entscheidest mit demselben Kopf, mit dem du auch sonst entscheidest.

Zusammenfassung

  • Bis du davon hörst, ist die Bewegung meistens schon gelaufen.
  • Du siehst die Gewinne der anderen, nicht ihre Verluste.
  • Eine Woche Wartefrist erledigt die meisten FOMO Käufe.

Hast du es verstanden?

Warum steigt man bei FOMO oft spät ein?

Weil eine Bewegung erst groß werden muss, bevor sie überhaupt auffällt.

Warum ist dein Eindruck aus sozialen Netzwerken verzerrt?

Weil Gewinne geteilt werden und Verluste nicht. Die Erfolgsquote, die du wahrnimmst, liegt über der tatsächlichen.

Was ist ein einfaches Gegenmittel?

Eine feste Wartefrist von etwa einer Woche zwischen dem Kaufwunsch und dem Kauf.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Mache den FOMO Test und notiere dein Ergebnis. Schreibe danach deine eigene Wartefrist auf: was du notierst, wenn du unbedingt etwas kaufen willst, und wie viele Tage du wartest, bevor du entscheidest.

Quellen und Weiterlesen

  • Die Verfügbarkeitsheuristik, nach der auffällige und leicht erinnerbare Ereignisse in ihrer Häufigkeit überschätzt werden, geht auf die grundlegende Arbeit von Tversky und Kahneman (1974) in der Fachzeitschrift Science zurück. Quelle ansehen ↗

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