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Maker, Taker und Funding

Beim kurzfristigen Handel entscheiden die Gebühren oft darüber, ob ein Konto wächst oder schrumpft. Welche Order-Art du nutzt, bestimmt, wie viel du zahlst.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du erklären, warum Maker- und Taker-Orders unterschiedlich viel kosten, und weißt, wann sich eine Post-Only-Order lohnt.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-18

Wer einen ETF-Sparplan bespart, zahlt Ordergebühren selten. Wer mehrmals am Tag handelt, zahlt sie bei jedem Einstieg und jedem Ausstieg, und genau dort entscheidet sich oft, ob am Monatsende etwas übrig bleibt.

Ob eine Order wenig oder viel kostet, hängt davon ab, ob sie sofort ausgeführt wird oder erst wartet. Eine Taker-Order nimmt eine bestehende Order aus dem Orderbuch, etwa eine Market-Order oder eine auslösende Stop-Order. Eine Maker-Order legt sich stattdessen selbst ins Orderbuch und wartet, bis jemand anderes sie ausführt, das ist eine Limit-Order, die nicht sofort greift. Wer wartet, stellt Liquidität bereit und zahlt dafür meist weniger, manchmal gar nichts.

Die Sätze wirken auf den ersten Blick winzig. Ein Beispiel mit einer Position von 2.500 US-Dollar und zwei Gebührensätzen, wie sie bei manchen Anbietern üblich sind:

Beispielrechnung für eine Position von 2.500 US-Dollar
EinstiegAusstiegSumme
Taker / Taker (0,06 %)1,50 $1,50 $3,00 $
Maker / Maker (0,02 %)0,50 $0,50 $1,00 $

Zwei US-Dollar Unterschied pro Trade klingen nach wenig. Bei 40 Trades im Monat sind das 80 US-Dollar, allein durch die Wahl der Order-Art, ohne dass sich am Ergebnis des Trades selbst etwas geändert hätte.

Ein Trade muss seine Gebühren erst wieder hereinholen, bevor überhaupt Gewinn entsteht. Bei zwei Taker-Gebühren von je 0,06 Prozent muss sich der Kurs um mindestens 0,12 Prozent in deine Richtung bewegen, nur um bei null zu stehen. Wer auf Bewegungen von 0,3 bis 0,5 Prozent zielt, gibt damit im Voraus ein Viertel bis ein Drittel des möglichen Gewinns ab.

Zusammenfassung

  • Gebühren berechnen sich auf das gesamte Positionsvolumen, nicht auf die Marge.
  • Maker-Orders (wartende Limit-Orders) kosten meist weniger als Taker-Orders (sofort ausgeführte).
  • Beim Stop-Loss geht Ausführungssicherheit vor Gebührenersparnis.
  • Je kürzer und kleiner das Kursziel, desto größer der Anteil, den Gebühren davon wegnehmen.

Hast du es verstanden?

Was ist der Unterschied zwischen Maker und Taker?

Ein Maker legt eine Order ins Orderbuch und wartet, ein Taker führt sofort gegen bestehende Orders aus. Maker zahlen in der Regel weniger.

Worauf werden Trading-Gebühren berechnet?

Auf das gesamte Positionsvolumen, bei gehebelten Produkten also nicht nur auf den eigenen Einsatz.

Sollte der Stop-Loss eine Limit-Order sein?

Nein. Er soll sicher ausgeführt werden, deshalb nimmt man die höhere Taker-Gebühr in Kauf.

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