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Korrelation

Korrelation misst, wie gleichläufig sich zwei Anlagen bewegen. Sie ist die entscheidende Größe für Diversifikation und leider nicht stabil.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Eine Korrelation von plus eins bedeutet, zwei Anlagen bewegen sich immer gleich. Minus eins bedeutet immer entgegengesetzt. Null bedeutet, es gibt keinen Zusammenhang.

Für die Streuung willst du Werte deutlich unter eins. Zwei europäische Aktienfonds haben oft über 0,9 zueinander, das ist kaum Streuung. Aktien und sichere Staatsanleihen liegen historisch deutlich niedriger.

Die unangenehme Eigenschaft: Korrelationen ändern sich. In ruhigen Phasen laufen Dinge auseinander, in Panikphasen fällt vieles gemeinsam, weil alle gleichzeitig verkaufen wollen.

Das ist der Grund, warum Streuung genau dann am wenigsten hilft, wenn man sie am dringendsten bräuchte. Wer das weiß, plant anders: mit einem echten Puffer aus sicheren Anlagen statt mit der Hoffnung auf Ausgleich.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Korrelation misst nur lineare Zusammenhänge.
  • In Krisen steigen die Korrelationen und Streuung wirkt schlechter.
  • Prüfe Korrelationen getrennt für Krisenphasen, nicht nur im Durchschnitt.

Hast du es verstanden?

Was erfasst der Korrelationskoeffizient nicht?

Nichtlineare Abhängigkeiten, insbesondere in den Extrembereichen der Verteilung.

Warum steigen Korrelationen in Krisen?

Durch gemeinsamen Liquiditätsbedarf, Zwangsverkäufe gehebelter Positionen und einen dominierenden gemeinsamen Risikofaktor.

Wie prüft man den Diversifikationsnutzen realistisch?

Indem man Korrelationen zusätzlich nur über Phasen starker Rückgänge schätzt.

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