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Volatilität

Die Volatilität misst, wie stark eine Anlage schwankt. Sie ist ein brauchbares, aber unvollständiges Maß für Risiko, weil sie Ausschläge nach oben und nach unten gleich behandelt.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du erklären, was Volatilität misst und warum sie als Maß für Risiko unvollständig ist.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Die Volatilität sagt dir, wie stark ein Kurs um seinen Durchschnitt schwankt. Hohe Volatilität heißt große Ausschläge in beide Richtungen. Ein breiter Aktien ETF schwankt typischerweise um die 15 bis 20 Prozent im Jahr, Bitcoin eher um 50 bis 80 Prozent.

Volatilität ist nicht Risiko

Oft wird Volatilität mit Risiko gleichgesetzt, und das stimmt nur zum Teil. Ein Kurs, der kräftig nach oben springt, hat eine hohe Volatilität, aber niemand würde das als Risiko empfinden.

Dauerhafter Verlust

Was die Volatilität außerdem nicht erfasst, ist die Gefahr eines dauerhaften Verlusts. Eine Firma, die langsam und gleichmäßig in die Pleite rutscht, hat eine niedrige Volatilität und trotzdem das größte Risiko überhaupt.

Trotzdem brauchbar

Brauchbar ist sie trotzdem, weil man sie messen und vergleichen kann. Lies sie nur zusammen mit anderen Zahlen, vor allem mit dem maximalen Drawdown. Der zeigt, was man in der Vergangenheit tatsächlich aushalten musste.

Zusammenfassung

  • Die Volatilität behandelt Ausschläge nach oben und unten gleich.
  • Die Gefahr eines dauerhaften Verlusts erfasst sie nicht.
  • Die Volatilität lässt sich vorhersagen, die Richtung des Kurses nicht.

Hast du es verstanden?

Warum ist die Volatilität ein unvollständiges Maß für Risiko?

Weil sie Ausschläge in beide Richtungen gleich behandelt und dauerhafte Verluste nicht erfasst.

Wann unterschätzt die übliche Rechnung die Schwankung?

Bei Anlagen, die selten und geglättet bewertet werden, weil die Renditen dort nicht unabhängig sind.

Was heißt es, dass Schwankungen gebündelt auftreten?

Auf unruhige Phasen folgen meist weitere. Deshalb lässt sich die Volatilität kurzfristig vorhersagen.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Ein Wert schwankt täglich um 2 Prozent. Rechne das auf ein Jahr hoch, indem du mit der Wurzel aus 252 Handelstagen multiplizierst (etwa 15,9). Vergleiche das Ergebnis mit den 15 bis 20 Prozent eines breiten Aktien ETF und schau dir danach den Drawdownrechner an.

Quellen und Weiterlesen

  • Die Originalarbeit von Robert Engle aus dem Jahr 1982, die das ARCH-Modell zur Beschreibung der Volatilitätsclusterung einführt. Quelle ansehen ↗

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