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Zerotoinvest

Orderbuch, Market Maker, Hochfrequenzhandel

Die Mikrostruktur beschreibt, wie aus einzelnen Orders ein Preis entsteht. Sie erklärt, warum der angezeigte Kurs und dein Ausführungspreis auseinanderfallen können.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Ein Kurs ist kein Wert, den jemand festlegt. Er entsteht daraus, dass eine eingehende Order auf eine bereits wartende trifft. Wer wartet, stellt Liquidität bereit. Wer sofort handelt, nimmt sie weg.

Market Maker sind darauf spezialisiert zu warten. Sie stellen gleichzeitig Kauf- und Verkaufskurse und verdienen am Spread. Sie haben keine Meinung zur Richtung, sondern verdienen am Umschlag.

Hochfrequenzhändler tun dasselbe, nur sehr schnell und in großem Umfang. Ihr Vorteil ist nicht Klugheit, sondern Millisekunden. Für dich als langfristigen Anleger ist das weitgehend belanglos, für kurzfristiges Handeln ist es die Gegenseite.

Was du praktisch mitnehmen solltest: Der angezeigte Kurs ist der letzte abgeschlossene Handel. Was du bezahlst, hängt davon ab, was gerade im Buch liegt. Bei großen Orders oder dünnen Märkten kann das spürbar auseinanderfallen.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Der angezeigte Kurs ist der letzte Handel, nicht dein Ausführungspreis.
  • Der Spread bezahlt auch das Risiko, gegen Informierte zu handeln.
  • Hochfrequenzhändler verengen Spreads normalerweise und ziehen sich in Stress zurück.

Hast du es verstanden?

Warum wird der Ausführungspreis mit der Ordergröße schlechter?

Weil die Order entlang der Preisstufen des Orderbuchs abgearbeitet wird.

Welche drei Komponenten deckt ein Spread?

Bearbeitungskosten, Lagerhaltungsrisiko und die Kosten adverser Selektion.

Wie wirkt Hochfrequenzhandel in Stressphasen?

Liquidität wird häufig zurückgezogen, was kurzfristige Einbrüche verstärken kann.

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