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Wer die Märkte wirklich bewegt

Der weit überwiegende Teil des Handelsvolumens stammt von Institutionen und Algorithmen. Privatanleger sind ein kleiner Teil des Marktes, und beim Handeln ist meist ein Profi die Gegenseite.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wenn du eine Order aufgibst, stellst du dir vielleicht einen anderen Menschen vor. In Wirklichkeit ist die Gegenseite meist ein Computerprogramm oder ein großer Fonds.

Am Markt aktiv sind vor allem: Pensionsfonds und Versicherungen, die riesige Summen langfristig anlegen. Investmentfonds und ETFs. Hedgefonds. Und Handelsfirmen, deren Rechner in Bruchteilen von Sekunden agieren.

Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zur Bescheidenheit. Beim langfristigen Investieren spielt es keine Rolle, wer die Gegenseite ist. Beim kurzfristigen Handeln spielt es die entscheidende Rolle.

Deshalb ist die verbreitete Vorstellung, man könne mit ein bisschen Chartlesen gegen diese Gegner bestehen, der teuerste Irrtum für Anfänger. Es ist, als würde man am Wochenende Fußball spielen und erwarten, in der Champions League zu gewinnen.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Der Großteil des Handelsvolumens stammt von Institutionen und Algorithmen.
  • Beim kurzfristigen Handeln ist die Gegenseite typischerweise besser ausgestattet als du.
  • Beim langfristigen Investieren spielt die Gegenseite keine Rolle.

Hast du es verstanden?

Wovon leben Market Maker?

Vom Spread und von Vergütungen der Handelsplätze, nicht von Richtungsprognosen.

Was bedeutet adverse Selektion beim Handeln?

Dass die Gegenseite bevorzugt dann handelt, wenn es für sie vorteilhaft ist, also tendenziell zu deinem Nachteil.

Warum ist die Gegenseite beim langfristigen Investieren egal?

Weil die Rendite aus der Risikoprämie und der Wertschöpfung der Unternehmen kommt, nicht aus dem Übervorteilen anderer.

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