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Der Notgroschen

Der Notgroschen sind drei bis sechs Monatsausgaben auf einem jederzeit verfügbaren Konto. Er ist keine Geldanlage, sondern die Bedingung dafür, dass eine Geldanlage überhaupt durchhaltbar ist.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Der Notgroschen ist Geld, das langweilig herumliegt und genau das soll es auch. Er ist für kaputte Waschmaschinen, Autoreparaturen, Zahnarztrechnungen und den Fall, dass die Arbeit wegfällt.

Die verbreitete Faustregel sind drei bis sechs Monatsausgaben. Achte auf das Wort Ausgaben, nicht Einkommen. Wenn du im Monat 1.800 Euro brauchst, sind das 5.400 bis 10.800 Euro.

Wie viel du davon brauchst, hängt an deinem Leben. Sicherer Job, keine Kinder, günstige Wohnung: eher drei Monate. Selbstständig, schwankende Einnahmen, Familie, altes Auto: eher sechs oder mehr.

Wichtig ist, wo er liegt. Auf ein Tagesgeldkonto, von dem du innerhalb weniger Tage an das Geld kommst. Nicht in Aktien, nicht in Krypto, nicht in Festgeld über Jahre. Der Notgroschen soll nicht wachsen, er soll da sein. Dass er langsam an Kaufkraft verliert, ist der Preis für seine Verfügbarkeit, und der ist es wert.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Drei bis sechs Monatsausgaben, nicht Monatseinkommen.
  • Auf ein Konto mit täglicher Verfügbarkeit, nicht in den Markt.
  • Der Kaufkraftverlust ist der Preis für die Verfügbarkeit.

Hast du es verstanden?

Bemisst sich der Notgroschen an deinem Einkommen oder an deinen Ausgaben?

An den Ausgaben. Entscheidend ist, wie lange du ohne neue Einnahmen leben kannst.

Warum eignet sich ein breiter Aktien-ETF nicht als Notgroschen?

Weil er zwar verkäuflich ist, sein Wert im Bedarfsmoment aber unbekannt sein kann. Der Bedarf fällt oft mit schlechten Marktphasen zusammen.

Was kostet dich der Notgroschen?

Die entgangene Rendite. Das ist die Prämie dafür, dass du nie zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst.

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