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Teure Schulden zuerst

Solange du Schulden mit hohen Zinsen hast, ist Tilgen die beste verfügbare Anlage. Sie bringt eine sichere, steuerfreie Rendite in Höhe des Kreditzinses.

2 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Wer 12 Prozent Zinsen für seinen Dispo zahlt und gleichzeitig hofft, mit Aktien 7 Prozent zu verdienen, verliert jedes Jahr Geld, egal wie gut die Aktien laufen.

Jeder Euro, den du auf einen teuren Kredit zahlst, spart dir dessen Zinsen. Diese Ersparnis ist sicher. Sie hängt an keinem Markt und wird nicht besteuert. So etwas findest du sonst nirgends.

Als grobe Trennlinie hat sich bewährt: alles über etwa fünf Prozent Zins zuerst tilgen. Darunter, etwa bei einer alten Immobilienfinanzierung mit niedrigem Zins, kann Anlegen daneben sinnvoll sein.

Wenn du mehrere Schulden hast, gibt es zwei Wege. Rechnerisch am besten ist es, die mit dem höchsten Zins zuerst zu tilgen. Für den Kopf oft besser ist es, die kleinste Schuld zuerst wegzuräumen, weil der erste abgeschlossene Kredit motiviert. Beide Wege sind besser als keiner.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Tilgen ist eine sichere und steuerfreie Rendite in Höhe des Kreditzinses.
  • Über etwa fünf Prozent Zins gilt: erst tilgen, dann anlegen.
  • Der Weg, den du durchhältst, schlägt den rechnerisch optimalen.

Hast du es verstanden?

Warum ist die Rendite einer Tilgung mit einer Anlagerendite nicht direkt vergleichbar?

Weil sie sicher und steuerfrei ist, während eine Anlagerendite unsicher und steuerpflichtig ist.

Welche Bruttorendite bräuchte eine Anlage, um einen Kredit zu 8 Prozent zu schlagen?

Bei rund 26 Prozent Steuer auf Kapitalerträge etwa 10,8 Prozent, und das dann auch noch sicher.

Höchster Zins zuerst oder kleinste Schuld zuerst?

Höchster Zins ist rechnerisch günstiger, kleinste Schuld wird häufiger durchgehalten. Der Unterschied im Ergebnis ist meist gering.

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