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Was bleibt am Monatsende übrig

Wie viel du jeden Monat sparst, beeinflusst dein Ergebnis am stärksten. Um das zu wissen, brauchst du drei Zahlen: feste Ausgaben, schwankende Ausgaben und eine Rücklage für Kosten, die nur einmal im Jahr kommen.

Lernziel: Nach dieser Lektion kannst du aus festen Ausgaben, schwankenden Ausgaben und Jahreskosten deine eigene Sparrate ausrechnen.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-24

Die meisten unterschätzen ihre Ausgaben, weil die großen Posten, die nur einmal im Jahr kommen, im Kopf fehlen: Versicherungen, Urlaub, Weihnachten, die Autoreparatur, die Steuernachzahlung.

Ausgaben erfassen

Nimm dir die Kontoauszüge der letzten drei Monate und sortiere alles in drei Töpfe:

  • Fest: Miete, Strom, Versicherungen, Abos.
  • Schwankend: Lebensmittel, Tanken, Freizeit.
  • Jährlich: alles, was einmal im Jahr kommt, geteilt durch zwölf.

Ein Beispiel: Lena hat 2.400 € netto. Fest gehen 1.100 € weg, schwankend im Schnitt 700 €. Ihre Jahreskosten, also Versicherungen, Urlaub und Geschenke, liegen bei 2.400 € im Jahr, das sind 200 € im Monat. Übrig bleiben 400 €. Das ist ihre ehrliche Sparrate, auch wenn sie gern 600 € hätte.

Sparrate automatisieren

Ein praktischer Tipp: Richte die Sparrate als Dauerauftrag für den Tag nach dem Gehaltseingang ein. Was zuerst weggeht, wird nicht ausgegeben. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt erfahrungsgemäß fast nie übrig.

Sparrate schlägt Renditejagd. 25 Jahre, gleiche Annahme von 6 Prozent. Der Unterschied kommt allein aus dem, was eingezahlt wurde.70k €100 € im Monat139k €200 € im Monat209k €300 € im MonateingezahltErtragzerotoinvest.com
Sparrate schlägt Renditejagd 25 Jahre, gleiche Annahme von 6 Prozent. Der Unterschied kommt allein aus dem, was eingezahlt wurde.
Daten als Text

Beschriftet sind 70.000 Euro bei 100 Euro im Monat, 139.000 Euro bei 200 Euro im Monat und 209.000 Euro bei 300 Euro im Monat. Die Balken unterscheiden eingezahlt und Ertrag.

Zusammenfassung

  • Drei Monate Kontoauszüge sagen mehr als jede Schätzung.
  • Jahreskosten durch zwölf teilen, sonst stimmt die Rechnung nie.
  • Erst sparen, dann ausgeben.

Hast du es verstanden?

Welche Größe in deinem Sparplan kannst du sicher beeinflussen?

Die Sparrate. Die Rendite kannst du nur schätzen.

Warum verrechnen sich viele bei ihren Ausgaben?

Weil Posten, die nur einmal im Jahr kommen, wie Versicherungen, Urlaub oder Reparaturen, beim monatlichen Rechnen fehlen.

Warum hilft ein Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang?

Weil ausgegeben wird, was auf dem Konto liegt. Was zuerst weggeht, steht gar nicht erst zur Verfügung.

Verstehens-Check

Aufgabe für dich

Sortiere die Ausgaben deiner letzten drei Monate in feste, schwankende und jährliche Kosten und teile die Jahreskosten durch zwölf. Ziehe alles von deinem Netto ab und notiere deine ehrliche Sparrate. Setze sie im Sparplanrechner gegen eine Rate ein, die 50 € höher liegt, und schreibe auf, wie groß der Unterschied nach 20 Jahren ist.

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