Zum Inhalt springen
Zerotoinvest

Trends erkennen

Ein Aufwärtstrend besteht aus höheren Hochs und höheren Tiefs, ein Abwärtstrend aus dem Gegenteil. Die Definition ist einfach, ihre Anwendung in Echtzeit nicht.

1 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 2026-09-04

Die gängige Definition ist mechanisch. Steigt jedes neue Hoch über das vorherige und liegt jedes neue Tief über dem vorherigen, spricht man von einem Aufwärtstrend. Umgekehrt vom Abwärtstrend.

Der Vorteil dieser Definition ist, dass sie eindeutig ist. Du kannst nachzählen. Damit unterscheidet sie sich von vielem, was sonst über Charts erzählt wird.

Ihr Nachteil zeigt sich in Echtzeit. Du weißt erst, dass ein Hoch ein Hoch war, wenn der Kurs wieder gefallen ist. Jede Trendaussage hinkt also der Bewegung hinterher, und wie stark, hängt vom gewählten Zeitrahmen ab.

Nützlich ist der Trendbegriff vor allem für eine Frage: Bewege ich mich mit der übergeordneten Richtung oder gegen sie? Gegen eine übergeordnete Richtung zu handeln ist nicht unmöglich, aber schwerer, und das sollte man wissen.

Wird aus der Beobachtung eines Trends eine systematische Strategie, landet man bei Momentum und Trendfolge, einem der am besten erforschten Muster der gesamten Finanzliteratur.

Drei Sätze zum Mitnehmen

  • Höhere Hochs und höhere Tiefs, das ist die gesamte Definition.
  • Ein Trend wird immer erst im Nachhinein erkennbar.
  • Dass ein Trend besteht, ist Vergangenheit. Dass er anhält, ist eine Behauptung.

Hast du es verstanden?

Wie ist ein Aufwärtstrend definiert?

Durch aufeinanderfolgend höhere Hochs und höhere Tiefs.

Warum hinkt jede Trendaussage hinterher?

Weil ein Extrempunkt erst nach einer Gegenbewegung als solcher erkennbar ist.

Welcher Trendeffekt ist empirisch am besten belegt?

Momentum über mittlere Zeiträume, allerdings mit starken Einbrüchen in Wendephasen.

Passt dazu

Wie es weitergeht

Nächste LektionUnterstützung und Widerstand