Italien
26 Prozent Pauschalsteuer auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen, unabhängig von der Haltedauer. Kryptogewinne werden ab 2026 mit 33 Prozent deutlich höher besteuert als klassische Wertpapiere.
Italien besteuert Kapitalerträge aus Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen mit einer einheitlichen Pauschale von 26 Prozent, der Imposta Sostitutiva. Diese Ersatzsteuer gilt unabhängig davon, ob du eine Position einen Tag oder zehn Jahre gehalten hast, eine Haltefrist mit Vorteil gibt es nicht.
Eine Ausnahme bilden italienische und bestimmte ausländische Staatsanleihen, für die ein ermäßigter Satz von 12,5 Prozent gilt.
Bei Kryptowerten hat sich die Lage 2026 deutlich verschärft. Bis 2025 galten ebenfalls 26 Prozent samt einem Freibetrag von 2.000 Euro pro Jahr. Seit dem 1. Januar 2026 liegt der Satz bei 33 Prozent, und der Freibetrag ist vollständig entfallen.
Wer über einen ausländischen Broker handelt, zahlt zusätzlich die IVAFE, eine jährliche Vermögensabgabe von 0,2 Prozent auf den durchschnittlichen Depotwert, weil ausländische Depots die italienische Steuer nicht automatisch einbehalten.
Die Imposta Sostitutiva ersetzt seit der Reform von 2014, die zuvor bestehende zweistufige Besteuerung mit 20 und 26 Prozent durch einen einheitlichen Satz von 26 Prozent auf Kapitalgewinne aus Aktien, Anleihen, Fondsanteilen, Derivaten und weiteren Finanzinstrumenten. Der ermäßigte Satz von 12,5 Prozent für italienische und gelistete ausländische Staatsanleihen bleibt davon unberührt.
Das Haushaltsgesetz für 2026 erhöht die Besteuerung von Kryptogewinnen von 26 auf 33 Prozent und schafft gleichzeitig den bisherigen Jahresfreibetrag von 2.000 Euro ab. Euro-gebundene Stablecoins können unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin dem niedrigeren Satz von 26 Prozent unterliegen.
Bei inländischen Banken und Brokern wird die Steuer automatisch als Quellensteuer einbehalten, das sogenannte Regime amministrato. Wer einen ausländischen Broker nutzt, muss die Erträge selbst in der Steuererklärung angeben, das Regime dichiarativo, und zusätzlich die IVAFE von 0,2 Prozent auf den durchschnittlichen Jahreswert des Depots entrichten.
Zusammenfassung
- 26 Prozent Pauschalsteuer auf die meisten Wertpapiergewinne, ohne Haltefristvorteil.
- Kryptogewinne werden seit 2026 mit 33 Prozent besteuert, der Freibetrag ist entfallen.
- Ausländische Depots zahlen zusätzlich 0,2 Prozent Vermögensabgabe pro Jahr.
Hast du es verstanden?
Wie hoch ist die reguläre Kapitalertragsteuer in Italien?
26 Prozent, unabhängig von der Haltedauer.
Was änderte sich 2026 bei der Besteuerung von Kryptogewinnen?
Der Satz stieg von 26 auf 33 Prozent, und der bisherige Freibetrag von 2.000 Euro entfiel vollständig.
Welche Zusatzabgabe zahlen Nutzer ausländischer Broker?
Die IVAFE, eine jährliche Vermögensabgabe von 0,2 Prozent auf den durchschnittlichen Depotwert.
Quellen und Weiterlesen
- Legge di Bilancio 2025 (Gesetz Nr. 207/2024), Anhebung der Kryptosteuer auf 33 Prozent ab 2026 Quelle ansehen ↗
- Agenzia delle Entrate, Erläuterungen zur Imposta Sostitutiva von 26 Prozent auf Kapitalerträge
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