Realitäts-Check
12 Fragen
Wie viele auf Euro lautende Welt-Aktienfonds blieben über zehn Jahre hinter ihrem Index?
98 Prozent laut SPIVA Europe zur Jahresmitte 2025.
Warum sagt ein einzelnes gutes Jahr wenig aus?
Weil die Quoten auf kurze Sicht nahe der Hälfte liegen und sich erst über lange Zeiträume klar entwickeln.
Was ist der Überlebensfehler in dieser Statistik?
Geschlossene oder verschmolzene Fonds fallen aus dem Vergleich heraus, wodurch die aktive Seite besser erscheint.
Woher stammt die Spanne von 74 bis 89 Prozent?
Aus Analysen der nationalen Aufsichtsbehörden, zusammengefasst von der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA.
Welche Maßnahmen folgten daraus?
Hebelobergrenzen, eine Glattstellungsregel, Schutz vor negativem Kontosaldo, Anreizbeschränkungen und die Pflichtangabe der Verlustquote.
Warum ist die Quote eher eine Untergrenze?
Weil sie nur zwölf Monate betrachtet. Über längere Zeiträume steigt der Anteil der Konten mit Verlusten.
Wie häufig treten Rückgänge um zehn Prozent auf?
In breiten Aktienmärkten im langjährigen Mittel etwa einmal jährlich.
Warum kursieren verschiedene Erholungsdauern für die Zeit nach 1929?
Weil sie davon abhängen, ob Dividenden und Inflation eingerechnet werden. Beide Angaben sind korrekt.
Woran sollte sich der Anlagehorizont orientieren?
Am ungünstigen Fall, nicht am Durchschnitt, damit kein erzwungener Verkauf entsteht.
Worauf beruhen die Zahlen zu Day-Tradern in Taiwan, und warum sind sie besonders verlässlich?
Auf den vollständigen Transaktionsdaten der gesamten Börse über 15 Jahre, nicht auf Umfragen. Das schließt Selektions- und Erinnerungsverzerrungen aus, die bei selbst berichteten Daten auftreten.
Wie hoch war der durchschnittliche tägliche Verlust von Day-Tradern nach Kosten?
Etwa 24 Basispunkte, also knapp ein Viertel Prozent des eingesetzten Kapitals pro Tag.
Wie viele der neu gestarteten Day-Trader waren nach drei Jahren noch aktiv?
Etwa 15 Prozent.